Mozilla veröffentlicht Release Candidate von Firefox 4

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Nach zwölf Beta-Versionen und vielen Verzögerungen kommen die Arbeiten an Firefox 4 nun langsam zum Abschluss. Die Mozilla-Entwickler haben einen ersten Release Candidate des neuen Browsers veröffentlicht.

Bereits seit Juli 2010 befand sich Firefox 4 in der Beta-Phase und ursprünglich sollte der Browser schon im vergangenen Jahr fertig werden. Doch die Entwicklung verzögerte sich immer wieder, so dass man zuletzt Ende Februar für die Veröffentlichung anpeilte. Auch diesen Termin konnte man nicht halten, doch immerhin hat man nun einen Release Candidate von Firefox 4 veröffentlicht und steht damit kurz vor der Fertigstellung der neuen Browser-Version. Wie die Entwicklung künftiger Versionen laufen soll, ist noch unklar, hat man sich doch das ambitionierte Ziel gesetzt, es noch in diesem Jahr bis Firefox 7 schaffen zu wollen.

In Firefox 4 haben die Entwickler die Programmoberfläche überarbeitet, unter anderem um mehr Platz für die Webseiten zu schaffen. So hat man die Menüleiste durch einen Firefox-Button ersetzt, über den sich die gewohnten Menüs ausklappen lassen. Durch Druck auf [Alt] kann aber auch die Menüleiste eingeblendet – und durch erneuten Druck wieder ausgeblendet – werden.

Die Tableiste ist über die Adresszeile gerutscht. Zudem lassen sich Tabs in so genannte App Tabs umwandeln, die weniger Platz benötigen und stets geöffnet sind. Sie können nicht versehentlich geschlossen werden und sind vor allem für Dienste praktisch, auf die man regelmäßig zugreift, etwa Social Networks oder Webmail. Tabs lassen sich gruppieren, um speziell bei vielen geöffneten Tabs für eine bessere Übersicht zu sorgen. In der Panorama-Ansicht können die Tab-Gruppen beliebig angeordnet und je nach Wichtigkeit oder Zahl der enthaltenen Tabs unterschiedlich groß dargestellt werden. Wird ein Tab aus einer Tab-Gruppe ausgewählt, erscheinen in der Tab-Leiste nur die anderen Tabs aus der Gruppe.

Firefox hat mit Version 4 einen neuen, übersichtlicheren Addon-Manager verpasst bekommen und die Synchronisationsfunktionen des einst unter dem Namen Weave Sync entwickelten Addons sind nun standardmäßig an Bord. Über diese lassen sich Einstellungen, offene Tabs, Lesezeichen, History und Passwörter über mehrere Firefox-Installationen hinweg abgleichen.

Firefox 4 unterstützt das Do-not-Track-Verfahren, bei dem ein HTTP-Header an den Webserver übertragen wird, in dem mitgeteilt wird, dass der Nutzer ein Benutzertracking wünscht. Darüber hinaus soll der Browser deutlich schneller starten als die Vorgängerversionen und Webinhalte flotter darstellen. Dafür sorgen die neue Javascript-Engine JägerMonkey und Hardware-Beschleunigung, die den Prozessor entlastet, indem sie einen Teil der Berechnungen an die Grafikkarte auslagert.