Software Diagnostics: Neue Werkzeuge zur Code-Analyse in der Software-Entwicklung

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Auf der Cebit hat Software Diagnostics zwei neue Anwendungen vorgestellt, die Software-Entwicklern und IT-Entscheidern bei der Analyse und Steuerung komplexer Software-Entwicklungsprojekte helfen sollen.

Mit dem Application Logger bietet Software Diagnostics nun die Möglichkeit, die Funktionen der Developer Edition per Bibliothek direkt in eine Software zu integrieren. Dadurch sollen Firmen in die Lage versetzt werden, Auswertungen über das Programmverhalten beim Kunden in dessen Systemumgebung zu erstellen. Auf diese Weise lassen sich nicht nur Fehler und Probleme im Live-Betrieb erkennen, sondern auch Informationen gewinnen, wie der Kunde eine Software und ihre Funktionen nutzt. Diese können dann in die Weiterentwicklung einfließen.

Über die »Call Stack View« lässt sich beispielsweise der zeitliche Ablauf verschachtelter Funktionsaufrufe analysieren.

Dem Software Diagnostics Studio wird zudem der Software Diagnostics Server zur Seite gestellt. Dieser liefert ebenfalls Software-Lagekarten, die Projektleitern, Software-Architekten und IT-Entscheidern die Stuktur und Entwicklungsprozesse eines Software-Systems aufzeigen und bei der Einschätzung von Risiken helfen sollen. Der Server trägt diese Informationen unternehmensweit zusammen und kann auch Projekte bei externen Entwicklern und Outsourcing-Partnern mit einbeziehen. Zudem lassen betriebswirtschaftliche Daten wie die Stundensätze von Projektmitarbeitern in die Analysen einbeziehen.

Einzelne Aspekte komplexer Software-Projekte werden mit solchen Lagekarten anschaulich dargestellt. In diesem Fall geht es darum, inwieweit Code unzureichend durch Tests abgedeckt ist.

Software Diagnostics ist ein Spin-Off des Hasso-Plattner-Instituts, das mit seinen Lösungen Software-Entwicklungsprojekte transparent gestalten will. Dafür beschränkt man sich nicht nur auf die reine Auswertung von statischem Quellcode, sondern verknüpft diese mit einer dynamischen Laufzeitanalyse und der Auswertung von Software-Repositories. »Der Umgang mit komplexen Softwaresystemen erinnert häufig an ein kompliziertes Höhlensystem, in dem man sich, nur mit einer Taschenlampe ausgerüstet, Stück für Stück vortastet, ohne einen Überblick zu haben«, sagt Marc Hildebrandt, Geschäftsführer von Software Diagnostics. »Mit unseren Werkzeugen für Projektverantwortliche und Entwickler haben wir im vergangenen Jahr eine neue Ära eingeläutet. Mit dem Server und dem Application Logger können wir nun auch Lösungen bereitstellen, die bis ins obere Management, aber auch bis zum Endkunden reichen.«