CeBIT: Opera und Mozilla wollen Web-Apps

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Die skandinavischen Browser-Anbieter stellen sich demonstrativ hinter webbasierte Apps. Die Plattform müsse an Bedeutung verlieren.

Egal welches Gerät unter welchem Betriebssystem auch immer, per App sollen die Kunden unterwegs und daheim gleichermaßen auf die gewünschten Services und Dienste zurückgreifen können. Dies betonen die Chefs von Opera und Mozilla gemeinsam auf der CeBIT in Hannover. Sie glauben an die Bedeutung der webbasierten Apps: »Dieser Web-App-Markt wird potentiell deutlich größer ausfallen als der mobile App-Markt, denn im Internet tummeln sich etwa drei Millionen Entwickler, während es bei Android geschätzte 10.000 und bei iOS etwa 43.000 sind«, differenziert Mozillas Gary Kovacs.

»Stellen Sie sich mal vor, was passieren wird, sobald sich eines Tages weltweit bis zu fünf Millionen Programmierer dem App-Geschäftsmodell zugewendet haben. Die Sache wird förmlich explodieren. Genau das erwarte ich in den nächsten drei Jahren«, führt Kovacs weiter aus.

Jon von Tetzchner, Mitbegründer von Opera, sieht im World Wide Web die einzige offene Plattform. Sie habe enorme Vorteile gegenüber einer engen proprietären Variante wie jener von Apple. »Grundsätzlich werden wir uns von den nativen Programmen zu den Web-Apps weiter entwickeln.« Damit falle die Problematik der Plattform ohnehin weg, während der Verbraucher sich weiter frei für Computer und Betriebssysteme seines Geschmacks entscheiden könne. Er müsse sich nicht an ein System oder einen Hersteller ketten.

»Es gibt soviel Wirbel um die etwa 350.000 Apps im Apple-Store. Beeindruckend. Großartig. Aber entschuldigung, wie viele Webseiten gibt es da draußen?«, provoziert von Tetzchner. Das Web könne im Prinzip jedes Mobilgerät mit Desktop-Funktionalität beglücken. Das sei echte Interoperabilität und viel logischer, die gleichen Dinge vom Büro-Rechner und unterwegs machen zu wollen und zu können.