Google kauft deutschen Security-Guru

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Das deutsche Unternehmen Zynamics, das aus der Universität Bochum hervorging, gehört nun Google. Gründer Thomas Dullien, in Hackerkreisen »Halvar Flake« genannt, ist erstaunt über Googles Interesse.

In seinem Blog mit dem Titel »ADD/XOR/ROL« konnte Halvar Flake alias Thomas Dullien nicht die passenden Worte finden und nannte seinen Eintrag zum Google-Kauf nur »Wow…«. Man müsse sich erst einmal vom positiven Schock erholen – Zynamics sei nie für einen Kauf gemacht worden, sondern für die Produktion von Lösungs-Tools.

Auf der offiziellen Firmenseite von Zynamics klingt dies viel seröser, im Blogeintrag merkt man: Dullien und sein Team sind einfach Entwickler von ganzem Herzen.
Dullien arbeitet zudem am Lehrstuhl für Kryptologie und IT-Sicherheit
Ruhr-Universität Bochum
und beschäftigt sich dort mit »Symmetrischer Kryptographie, Algebraischen Methoden in der symmetrischen Kryptographie, Kryptanalyse symmetrischer Strukturen und Besonderheiten für die Kryptographie interessanter Polynomringe«.

Die Tools, hinter denen er steckt, sind Utitlities, mit denen Unternehmen Schwachstellen in ihren Systemen vorbeugen und Schadsoftware analysieren können. Dazu gehören die Programme BinDiff, BinNavi und VxClass.

Bekannter ist »Halvar Flake« eher als »Reverse-Engineer«, der 2007 nicht auf die Blackhat-Security-Konferenz in den USA reisen durfte. Ein Touristenvisum reichte wohl nicht mehr in diesem Umfeld.

Da die Zynamics-Produkte weniger in Googles Hauptgeschäftsfelder passen, dürfte klar sein: Der Internet-Riese wollte sich vermutlich des Reverse-Engineering-Know-hows bedienen – möglicherweise auch, um Schwachstellen in den eigenen Systemen schneller zu finden.

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