Die Welt muss endlich das wahre Potenzial von SAAS erkennen

Obwohl Software-as-a-Service das Potenzial hat, die IT-Landschaft in den nächsten Jahren nachhaltig zu prägen, hat das Client/Server-Modell nach wie vor eine beherrschende Stellung inne.

von Chris Preimesberger 0

Software-as-a-Service (SAAS) als eine Form des Cloud-Computing wird möglicherweise eines Tages die IT-Welt dominieren, aber wenn man die IT-Abteilungen derzeit betrachtet, wird deutlich, dass dieser Tag noch lange auf sich warten lassen wird.

Trotz aller Effizienz, Kosteneinsparungen und zentralen Verwaltungsmöglichkeiten bei SAAS sind die Entscheidungsträger in Sachen IT noch nicht davon überzeugt, dass dieses Konzept wirklich einen Vertrauensvorschuss verdient.

„Obwohl SAAS mittlerweile einen technischen Reifegrad erreicht hat, der es für Firmen interessant machen dürfte, besteht kein Zweifel, dass diese Technik von den Unternehmen nicht in dem Maße angenommen wird, wie manche Leute es sich das vorgestellt hatten”, äußerte sich der Analyst und Spezialist für Rechenzentren,Greg Schulz (links) von der Beraterfirma StorageIO und Autor des Buches „The Green and Virtual Data Center”, gegenüber der Redaktion.

„Firmen setzen diejenige Technik ein, die funktioniert. Wenn ein Client/Server-System, dass vor sieben Jahren installiert wurde, immer noch funktioniert und betriebsgerecht ist, dann werden sie dabei bleiben, gleichzeitig das System aber scharf im Auge behalten. Wenn das Budget da ist, eine technische Erneuerung nötig und die entsprechende Technologie vorhanden ist, dann werden Unternehmen unter Umständen über eine Neuanschaffung nachdenken. Aber die Bedingungen müssen stimmen”, sagte Schulz.

Datensicherheit

IT-Verantwortliche hatten seit jeher Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit, dem uneingeschränkten Datenzugang bei einer externen Datenwolke sowie hinsichtlich der Tatsache, ob ein Dienstleister in ein paar Jahren überhaupt noch im Geschäft sein würde. Alles, was sich außerhalb der Firewall befindet, entzieht sich der vollständigen Kontrolle. Und IT-Verantwortliche haben gerne die 100-prozentige Kontrolle.

Aber langfristig wird sich diese zögerliche, skeptische Haltung als positiv erweisen. Software-Entwickler und SAAS-Dienstleister gewinnen dadurch mehr Zeit für Innovationen, zur Behebung von Fehlern und ganz generell zur Verbesserung der Produkte.

2009 beispielsweise hatten Firmen, die den Einsatz von Amazons Cloud-Umgebung EC2 (Elastic Compute Cloud) in Betracht zogen, Bedenken hinsichtlich der fehlenden PCI-Compliance des Dienstes. Amazon brachte 2010 eine neue, PCI-zertifizierte Version von EC2 heraus, und verwandelte ein Compliance-Risiko in eine potenzielle Lösung für Compliance-Probleme.

In ähnlicher Weise wagen sich neue, SAAS-basierte Produkte auf bislang unerforschtes Terrain vor, dazu zählen beispielsweise die auf Cloud-Computing beruhende Auswertung von großen Datenbeständen, gerichtlich angeordnete Ausforschungsverfahren zur Aufdeckung von Beweismitteln (eDiscovery) sowie einer der IT-Bereiche, der am meisten mit Rechenlösungen vor Ort in Verbindung gebracht wird, nämlich das Hosting von Einzelplatz-Desktopsystemen.

Ist SAAS VDI (Virtual Desktop Infrastructure) die Brückentechnik, mit deren Hilfe virtuelle Desktops endlich vom Wunschzettel von Managern gestrichen und Realität werden? Im Business-Umfeld mag das Client/Server-System mit Win 7 seinen Endpunkt erreicht haben und mit VDI steht schon seit zirka 12 Jahren eine verlockende Alternative bereit. VDI wird nun auf breiter Ebene von Firmen wie dem Lawrence Livermore Laboratory sowie GE und Wells Fargo eingeführt, was ein Indiz dafür ist, dass Großkonzerne nun auf den Zug aufspringen. Was wird die Zukunft bringen?

VDI als Service

Wie viele IT-Abteilungsleiter würden es begrüßen, wenn sie Windows-basierte Client/Server-Desktops an einen Hosted Service auslagern könnten, auf den Verlass ist? Viele Verantwortliche würden dies als paradiesischen Zustand empfinden.

Als IBM im Januar 2011 sein eigenes VDI-Paket vorstellte, horchte die Branche auf. Da in dieser Lösung auch Mainframes berücksichtigt werden mussten, dauerte es zirka zwei Jahre, sämtliche Hürden in Sachen Qualitätskontrolle zu nehmen sowie Best-Practice-Methoden zu entwickeln. Schließlich hat Big Blue am 24. Januar seine VDI-Lösung namens Virtual Desktop for Smart Business vorgestellt.

Möchten nicht auch Sie wissen, wie zufrieden andere Anwender mit der Nutzung ihrer CRM-Anwendung imSaaS-Modell sind, warum sie sich dagegen entschieden haben oder sich gar nicht damit beschäftigen wollen? Diesen und anderen Fragen geht Hassan Hosseini von The-Industry-Analyst.com in Kooperation mit dem Herausgeber von silicon.de in der aktuellen Umfrage zur CRM Nutzung als "Software as a Service" in Deutschland nach.

Jetzt teilnehmen!

Letzter Kommentar




0 Antworten zu Die Welt muss endlich das wahre Potenzial von SAAS erkennen

Hinterlasse eine Antwort

  • Erforderliche Felder sind markiert *,
    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>