Samsungs hochtrabende Notebook-Pläne verunsichern Acer und Asus

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»Holzauge sei wachsam«: Acer und Asus sind sehr argwöhnisch, seit Samsung verkündete, 2011 ganze 18 Millionen Notebooks verkaufen zu wollen – fast doppelt so viele wie im vorigen Jahr.

Die taiwanischen Hersteller Acer und Asus konnten dem Branchenmitteilungsmedium Digitimes ihr virtuelles Knieschlottern nicht verheimlichen, nachdem Samsung seine hohen Ziele bekanntgab. Grund zum Fürchten haben sie, denn der koreanische Hersteller hat die Mittel, seine Mitbewerber gnadenlos auszustechen.

Ohne ihre Angst zu zeigen, erklärten die taiwanischen Produzenten, sie würden mit Argusaugen auf den koreanischen Riesen sehen und entsprechend reagieren. Samsung–Berater Kevin Lee von der Samsung-Tochter Suwon sprach zuvor aus,  der Hersteller wolle die globalen Notebook-Auslieferungen um 80 Prozent auf 18 Millionen Stück im Jahr 2011 erhöhen – mit Highend-Notebooks zum Niedrigpreis. Das werde den Weltmarktanteil Samsungs von 5 auf 6-7 Prozent erhöhen.

2010 hatte das koreanische Unternehmen noch 9,91 Millionen Notebooks verkauft. Im Vergleich zu den IDC-Vorhersagen, der gesamte Notebookmarkt werde um 10 bis 15 Prozent wachsen, erscheinen die Samsung-Pläne da sehr aggressiv. Acer und Samsung haben beide ihre Pläne zum Einkauf von Notebook-Bestandteilen teilweise von Samsung auf andere Lieferanten umgelegt, um nicht plötzlich einer Knappheit zu unterliegen. Das betrifft vor allem Displays.

Samsung kann zwar alles selbst produzieren, deckt sich aber derzeit mit Bestandteilen von anderen Quellen ein und kauft den Markt leer. Die Firma ist offenbar auf einen Verdrängungswettbewerb in Europa und Asien aus. Doch das sollte sich zumindest mittelfristig positiv für die Einkaufspreise hierzulande auswirken.

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