CeBIT startet offiziell, Merkel lobt IT-Branche

Politik

Kanzlerin Merkel führte gestern Abend durch die CeBIT-Eröffnungsveranstaltung und erklärte dabei, wie gut doch die Zusammenarbeit mit der ITK-Branche sei – ganz im Gegensatz zu anderen Wirtschaftssektoren, in denen nicht so Vieles gemeinsam erarbeitet würde.

Die Messe konnte erstmals wieder einen Ausstellerzuwachs verzeichnen und kommt mit einem neuen Konzept daher – nicht mehr nur Produkte, sondern Lösungen sollen im Mittelpunkt stehen. Im Kongresszentrum der Deutschen Messe AG mitten auf dem CeBIT-Gelände wurde mit Politiker-Ansprachen gestern der Startschuss für diese immer noch größte Computermesse der Welt gegeben.

Wie kaum ein anderer Politiker arbeitet sich Angela Merkel schnell in IT-Themengebiete ein, und so wunderte es nicht, dass sie zu ihrer Eröffnungsrede von Cloud Computing und zugehöriger Sicherheit redete. Auch von der Bedeutung von sozialen IT-Medien für die Ereignisse in Nordafrika schwärmte sie, bevor sie das Wort an den Präsidenten des CeBIT-Partnerlandes Türkei übergab.

Tayip Erdoğan beschwor die Türkei als Scharnier zwischen den Kulturen in Ost und West sowie Nord und Süd, und insbesondere die Investitionen in sein Land hätten seit 2002 stark zugenommen – im IT-Zusammenhang sprach er von den vielen Breitbandanschlüssen, die in seinem Land dazugekommen wären.

Danach durfte IBM-Chef Sam Palmisano sprechen, der vor allem von den Forschungsarbeiten seines Unternehmens sprach und davon, dass die Computer auch lernen müssten, Menschen zu verstehen und nicht nur umgekehrt. Zusätzlich beschwor er das Zusammenarbeiten mit offenen Standards.

Ähnliche Worte wie Merkel durfte schließlich Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer von sich geben: Die Branche sei zum Messeauftakt sehr zuversichtlich, und Technik bringe inzwischen auch sehr schnelle politische Ergebnisse.

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