SeaMicro baut Atom-Server mit Dual-Cores

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Was ist das teuerste an einem Server? Genau, die Folgekosten. Hier bietet SeaMicro eine Alternative, die etwa 75 Prozent der Kosten spare. Bei der Anschaffung, beim Platzverbrauch und vor allem bei den Strom- und Betriebskosten.

Erst vor einem halben Jahr stellte SeaMicro sein erstes Modell eines Atom-Servers auf die Beine: Dem SM10000 folgt nun die zweite Ausbaustufe, SM10000-64, kündigte der Hersteller heute an. Der leise Server mit dem geringen Energiehunger enthält nun vom Start weg 256 Intel-Prozessoren, und zwar die noch jungen Atom N570 Dual-Core.

Somit gehen also 512 Cores im Takt von 1,66 GHz an die Arbeit, was hochaddiert also 850 GHz Rechenleistung ergebe. Außerdem könne jeder dieser Intel-Cores simultan zwei Threads abarbeiten. Trotz der vermeintlichen Mini-Prozessoren bringe der Server in der Praxis also einiges an App-Performance mit, betont SeaMicro.

Als Einsatzort denkt der Hersteller an jene Data Center, in denen große Volumina an Internet-Transaktionen wie E-Mail, Suchoperationen oder soziale Netze abzuarbeiten sind. Selbst an Hosting-Dienstleister oder Cloud-Provider denkt Firmenchef Andrew Feldman: »Das Design ist darauf abgestellt, möglichst viel Rechenleistung pro Watt Stromverbrauch zu liefern. Hier stechen wir Intel Xeon oder AMD Opteron locker aus.« Da Firmen heute mehr an Green-IT und ihre Stromrechnung denken, komme der Atom-Server genau richtig. Am liebsten wäre dem Hersteller, wenn Intel auf den Microsoft-Wunsch einginge und einen 16-Core-Atom-Prozesser für die Server auflegte.