IT-Branche muss auf Energieeffizienz setzen

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Rob Bernard, verantwortlich für Umweltfragen bei Microsoft, kritisiert das derzeitige Engagement der IT-Industrie beim Umweltschutz. Seiner Meinung würden vor allem Großunternehmen ihre Rechenzentren ineffizient betreiben.

Rob Bernard, Chief Environmental Strategist bei Microsoft, erklärte in einem Interview mit der britischen Zeitung Guardian, dass die IT-Branche noch Nacholbedarf beim Thema Energieeffizienz habe. »Nur ein kleiner Prozentsatz der IT-Industrie setzt in diesem Bereich fortschrittliche, proaktive Schritte«, so Bernard.

Nach seiner Einschätzung gäbe es viele unterschiedliche Möglichkeiten, Energie zu sparen und die Umwelt zu schonen: »Das Problem ist, dass über 80 Prozent der IT-Fachleute sich nicht in dem Umfang mit dem Thema beschäftigen, wie sie könnten. Die beobachten die Werte nicht aktiv und bemühen sich nicht den Stromverbrauch einzuschränken. Das Problem sind die Verhaltensmuster und nicht die Technologie.«

Bernard nannte mehrere Initiativen, die Microsoft in den Bereichen wie Müllentsorgung, Transport und energieeffiziente Bauweise der Büros umgesetzt habe und als Vorbild für andere Unternehmen dienen könne. Das grundlegende Problem sieht er darin, dass die IT-Abteilungen in Firmen im Normalfall nicht für ihre eigene Stromrechung zuständig seien. Darin würde auch der Grund liegen, warum viele Unternehmen derzeit nicht besonders effizient wirtschaften würden.

»Die meisten Datenzentren arbeiten mit einer Energieverbrauch-Effizienz von 2 – das bedeutet, dass nur die Hälfte des Stroms der in das Gebäude fließt für Computer verwendet wird, die andere Hälfte wird für Lüftung und Licht verbraucht«, so Bernard. Wie er weiter berichtet, habe es Microsoft geschafft, diesen Wert auf 1,12 zu senken. Das Ziel sei nun, auch andere Firmen dazu zu bewegen, ihre Energiebilanz zu überdenken. (sg)