Mobilfunk-Unternehmen müssen Durchleitungstarife senken

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Die Bundesnetzagentur setzt den Mobilfunk-Anbietern wieder zu: Die Durchleitungstarife für andere Anbieter werden rückwirkend begrenzt.

»Back to the future« könnte die Bundesnetzagentur als Wahlspruch für ihre aktuelle Entscheidung wählen: Die Entgelte für die Weiterleitung von Telefonaten in andere Netze werden rückwirkend drastisch abgesenkt. Nach der vorläufigen Absenkung der Tarife um die Hälfte im November ist es jetzt nun amtlich und kann von den Mobilfunkbetreibern in Deutschland erzwungen werden.

Die »Mobilfunkterminierung« mit neuen Tarifen ist jetzt laut Mitteilung der Behörde endgültig festgelegt und gilt für die Abrechnung aller Telefonate ab 1. Dezember 2010, teilte die Bundesnetzagentur am Donnerstag mit. Die Mobilfunker stöhnen schon seit der vorläufigen Entscheidung, ihnen entgingen künftige Umsatzerlöse in dreistelliger Millionenhöhe, und das blockiere den Ausbau der Netze.

Denn für den Telefonverkehr der Betreiber untereinander darf T-Mobile nur noch 3,38 Cent/Minute verlangen, O2 3,39 Cent, E-Plus und Vodafone beide nur 3,36 Cent. Das betrifft den Sprach- wie auch den Datenverkehr.

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