SAP ficht Oracle-Datenklau-Strafe an

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Man sei ja schuldig, gibt SAP zu, aber es seien doch nicht 1,3 Milliarden Schaden entstanden, wie die hohe Strafe vermuten lässt. SAP hofft nun, die Summe auf maximal 408,7 Millionen zu drücken.

Es seien gerade mal 28 Millionen US-Dollar an Schaden entstanden, begründet SAP seine Bitte um eine Senkung des Strafmaßes in einem Schreiben.

Am gestrigen Mittwoch reichte das Unternehmen die sehr lange Schrift beim Gericht ein, die in vielen Einzelpunkten erklärt, warum Oracles Nennungen von Schadenssummen an den Haaren herbeigezogen seien.

Dass sich Gerichte auf die »reine Spekulation« durch Oracle einlassen, könne man so nicht hinnehmen. Am 13. Juli trifft sich das Gericht noch einmal zu dem Fall – die Strafe war bis dato die höchste Summe, die in einem Copyrightprozess je verlangt wurde  – und dann wollte Oracle noch etwas obendrauf: Geld für angeblich entgangene-Zinsen.

SAP kämpft hart, ist sich aber offenbar noch nicht sicher, ob die Richter der Eingabe folgen werden. Man kündigte im Vorfeld an, sich gegen die hohe Summe zu wehren  , und wenn die Richter diesmal nicht den SAP-Argumenten folgen, könnte es zu einem erneuten Aufrollen des Falles vor einem anderen Gericht kommen.

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