Zu viel Politik: Chinesen kaufen US-Serverfirma doch nicht

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Nachdem sich das amerikanische Komitee für ausländische Investments eingemischt hat, warf Huawei soeben das Handtuch und verzichtet darauf, 3Leaf übernehmen zu wollen.

Umgerechnet gute 3 Milliarden Euro wollten die Chinesen auf den Tisch legen, um den Serverspezialisten ins Reich der Mitte zu holen. Diese Absicht wurde erstmals im Mai 2010 geäußert, doch dann mischte sich die US-Politik ein. Sie wähnte den Untergang der US-Vormachtstellung, wenn Chinesen ihre heilige Servertechnik in die Finger bekommen würden und veranlasste das mächtige »Committee of Foreign Investment in the US« (CFIUS), alle möglichen Vorgaben und »Empfehlungen« für die Übernahme aufzustellen.

Das wurde den Mangern von Huawei nun doch zuviel. Sie lassen von 3Leaf ab und schauen sich im US-Markt nach alternativen Investment-Möglichkeiten um. Es war übrigens nicht das erste Mal, dass Huawei am Misstrauen der Amerikaner scheitert. Der Konzern wollte in der Vergangenheit einen Teil der Telekomfirma 3Com kaufen und musste sich damals ebenfalls zurückziehen.