Tausende betrügerische Verkäufe bei Alibaba.com

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Beim größten chinesischen E-Commerce-Anbieter treten zwei Vorstände zurück, um die Verantwortung für den unkontrollierten Betrug durch  2300 »Gold Seller« zu übernehmen. Firmengrüner Jack Ma schrieb einen emotionalen Brief dazu an seine Mitarbeiter.

Wie das Blog »All Things Digital« des Wall Street Journals berichtet, rollen die Köpfe bei Alibaba. Nicht nur die »Gold Seller« im chinesischen Marktplatz sollen sich bereichert haben, sondern auch über 100 Alibaba-Mitarbeiter. Das geht aus einem Brief des Gründers Jack Ma an seine Mitarbeiter hervor, den AllThingsDigital veröffentlicht hat. Ma nennt seine 14.000 Mitarbeiter »Aliren« – Ali vom Firmennamen, »Ren« ist chinesisch für »Bürger«. Etwa 100 davon waren wohl keine guten Bürger, stellte sich nun heraus.

Zu erwarten ist, dass der Aktienwert des schnellstwachsenden E-Commerce-Unternehmens der Welt zwischenzeitlich sinkt – und damit auch Yahoos Börsenwert, der sich durch eine starke Beteiligung an Alibaba höher hält, als das US-Unternehmen es aus eigener Kraft erreichen könnte. Yahoo besitzt 40 Prozent an der Alibaba Group.

Auf die Betrügereien ist das Unternehmen durch Nutzerbeschwerden gekommen und arbeitet nun eng mit der Polizei bei der Aufdeckung der Fälle zusammen. Der durchschnittliche Verlust durch nicht ausgelieferte Ware liege bei 1200 US-Dollar. Es scheint hier genauso so abzulaufen wie bei ersten eBay-Betrügereien – lediglich die Mitarbeit der Alibaba-Angestellten unterscheidet sich – diese hätten gegen Schmiergelder die Einstufungen manchen Händlers höher angesetzt – und der hatte seinen Alibaba-Shop oft nur für Betrugszwecke gegründet.

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