Oracle schießt erneut Breitseite gegen Google

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Nach Patenten nun auch noch die Copyrights: Hunderte von Java-Dateien seien kopiert worden, wirft der Datenbankriese dem Suchmaschinenriesen vor.

Der Kampf der Giganten geht weiter, und ausgerechnet die vormals recht freie Nutzung von Java-APIs kreidet der neue Java-Eigentümer Oracle dem Suchkrösus Google an: Zahlreiche Java-APIs seien schlichtweg kopiert worden.

Patentstreit-Beobachter Florian Müller versucht in seinen Blog die juristischen Winkelzüge zu erklären:

Zuletzt verlangte Google noch vom Gericht, einige Klagen wegen ihrer »Nichtigkeit« einzustellen, kam aber nun nicht damit durch. Und durch den Prozesserfolg gegen SAP gestärkt zieht Oracle wieder alle bereits erfolgreichen Register: Copyright-Klagen haben vor US-Gerichten mehr Chancen als Patentstreitigkeiten, die erst beim US-Patentamt eingereicht werden müssen.

So könnte Google langfristig mit weiten Teilen von Android scheitern – oder das System für Partner verteuern müssen. Der Richter folgte nun wohl Oracles Antwort auf Googles Eingabe, denn der Unternehmens-Software-Riese behauptet glatt, Google habe fast ein Drittel aller Klassendateien in den Java-API-Packages kopiert – und die seien Copyright-geschützt.

Google muss sich also nun an mehreren Fronten gegen Oracle verteidigen.

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