Apple sichert sich 60 Prozent der globalen Touchpanel-Produktion

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Um seine Ziele von 40 Millionen ausgelieferten iPad-Produkten zu erreichen, sichert sich Apple schon mit Produktionskapazitäten für die Touchpanels ab – angeblich 60 Prozent des weltweiten Angebotes – und macht es somit schwer für andere Hersteller, sich die Touchscreen-Elemente für die eigenen Geräte zu sichern.

Wenn es darum geht, was bei den Komponentenherstellern abläuft, fragt man am besten die taiwanische Digitimes. Dieser zufolge beschweren sich TabletPC-Hersteller über eine Knappheit bei den Touchpanels – die Lieferanten könnten so ihre Liefer-Aufträge kaum noch erfüllen. Das gelte insbesondere für die Auftragsfertiger.

Grund für die »ernsthafteste Knappheit«, die der Markt je erlebt habe, seien Apples Auftrags-Absicherungen bei den großen Touchpanel-Herstellern wie Wintek und TPK, die wegen der Masse quasi schon unter Kontrolle von Apple lägen. Bei diesen beiden Firmen holen sich angeblich auch noch RIM, Motorola und Hewlett-Packard ihre Touchpanels – damit ist dann für die zweite Reihe von Herstellern nichts mehr übrig.

Zwar gebe es neben den verschiedenen Techniken – kapazitiv und resistiv – auch unterschiedliche Materialien, doch der TabletPC-Markt wird von Glas-Panels beherrscht. Die »thin film panels« seien mehr im Smartphone-Markt gefragt und nicht geeignet für größere Displays. Einige Notebook-Hersteller wie Samsung, Acer und HP hätten sich bereits an kleinere Panel-Produzenten gewendet, etwa an Sintek Photronic, Egalax-empia Technology (EETI), AimCore Technology und J Touch. Samsung hat sogar eine Kooperation mit Sintek ins Leben gerufen, um Lieferprobleme bei eigenen Geräten schon im Vorfeld zu vermeiden.

Mit der Absicherung von 60 Prozent der weltweiten Produktion von kapazitiven Glas-Panels hat Apple nicht nur seine eigenen hochtrabenden Pläne im Blick: Man habe es damit gleichzeitig geschafft, andere Anbieter daran zu hindern, ihr Ziele zu erreichen, meint die Digitimes.

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