Aktionärswiderstand bei Nokia – zerbrochen oder nur ein »Hoax«?

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Die angeblichen Widerständler gäben ihren »Plan B« auf, weil er sich auf interne Software-Talente verlasse. Die Talentiertesten seien aber bis zur Aktionärsversammlung ohnehin alle weg, heißt es in verschiedenen Medien. Oder sind sie alle nur einem Scherz aufgesessen?

Die Nokia-Aktionäre, die zum Widerstand gegen die Microsoft-Partnerschaft aufgerufen hätten, freuten sich zwar angeblich über das mediale Interesse und die Unterstützung von Kleinaktionären – angeblich sogar mehreren Hunderten. Die großen institutionellen Anleger aber machten da angeblich nicht mit, und damit seien Mehrheiten für einen Anti-Microsoft-Kurs nicht mehr drin – zumal Microsoft sehr viel Geld in Nokia fließen lässt und am Ende für die Institutionen nur die Zahlen wichtig sind.

Ihren Plan B nahmen die aufständischen Aktionäre oder Witzbolde inzwischen vom Web und verwiesen diesen nur noch auf ein Twitter-Konto – und das behauptet: »There are no ‘nine young investors’, just one very bored engineer who really likes his iPhone«.

In Twitter hat sich mittlerweile eine endlose Diskussion zum Thema aufgetan, in der etwa ein Nokia-Angestellter sagt, es sei ein guter Hoax, aber einige Ideen daraus könnten ja irgendwo ankommen. Ein anderer verlinkt auf »Plan M« – oder genauer gesagt auf eine mehrfache Weiterführung des Scherzes.

Ein Twitter-Teilnehmer ist selbst Nokia-Anteilseigner und meint: »Jede andere Firma hätte einen CEO, der den Aktienkurs um über 20 Prozent senkt, schon längst rausgeschmissen!«. Laut einem Engadget-Artikel, der sich wiederum auf das Wall Street Journal beruft, sind es mittlerweile schon 25 Prozent – und im Hintergrund lauere eine Forderung der finnischen Gewerkschaft »Pro«, für jeden Jobverlust aufgrund des Microsoft-Deals eine Abfindung von 100.000 Euro zu verlangen. Doch auch dies könnte ein Hoax sein. Egal: Für Nokia-Aktien-Inhaber gibt es derzeit nichts zu lachen.

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