Mobile Wallet: Telekom macht Handy zur Geldbörse

Elektronisches BezahlenMarketingMobileMobilfunkNetzwerkeSmartphoneTelekommunikation

Die Deutsche Telekom will noch in diesem Jahr das Handy zur Geldbörse machen. Mit Hilfe des Kurzstreckenfunks NFC (Near Field Communication) soll das Mobiltelefon zum virtuellen Portemonnaie werden. Benutzer müssen das Gerät dafür künftig nur an ein entsprechendes Lesegerät halten.

NFC ist schon seit längerem für den Einsatz beim kontaktlosen Bezahlen im Gespräch, entsprechend ausgestattete Handys sind in Europa jedoch nicht sehr stark verbreitet. Die Deutsche Telekom will bereits in diesem Jahr in Deutschland und Polen erste NFC-Services unter dem Stichwort »Mobile Wallet« anbieten. Dabei sollen nicht nur Dienste der Telekom, sondern auch von Dritten angeboten werden. Der Provider spricht exemplarisch vom Kauf von Tickets für Veranstaltungen oder im Nahverkehr. Die Suche nach Kleingeld am Fahrkarteautomat soll damit der Vergangenheit angehören.

Doch noch ist Bezahlen per NFC im Alltag Zukunftsmusik. Nach dem Start in Deutschland und in Polen sollen 2012 entsprechende Angebote auch in den Niederlanden, Tschechien und den USA an den Start gehen. Dafür arbeitet die Deutsche Telekom im In- und Ausland mit anderen Mobilfunkbetreibern zusammen, um nicht eine Insellösung anbieten zu müssen, die nur von wenigen Kunden genutzt würde.

»Mobile Wallet« gehört damit zur Strategie der Telekom, auch außerhalb des Kerngeschäfts der Telekommunikation neue Geschäftsfelder zu erschließen. Für einen alltagstauglichen Einsatz müssen aber vor allem die Handy-Hersteller NFC-fähige Geräte vermehrt auf den Markt bringen.