Google-Chef will Tür für Nokia offenhalten

MobileMobilfunk

Nach Nokias Wechsel zu Windows Phone 7 wird natürlich Google-Chef Eric Schmidt zu seiner Meinung gefragt. Am gestrigen Dienstag erklärte er: »Es hätte uns natürlich besser gefallen, wenn sie zu Android gewechselt hätten«.

Sauer ist Schmidt nicht über Nokias Wahl von Windows Phone 7 – bei den vielen Problemen, mit denen Nokia-Chef Elop klarkommen muss, kann dieser Schritt sogar logisch erscheinen. Aber die Tür für Nokia, mit Android irgendwann einmal zu beginnen, stünde auch in Zukunft weit offen, offerierte Schmidt sein zur Schau getragenes offenes Google-Herz. Dies berichtet unser spanischer Kollege Manuel Moreno von der Veranstaltung auf dem Mobile World Congress.

Nokia und Microsoft müssten nun Ergebnisse abliefern, fügte er an, und wies daraufhin, dass die Hardware-Partner von Google mit Android-Smartphones derzeit sehr erfolgreich seien – und nicht nur mit Zuzahlungen wie sie Nokia derzeit von Microsoft erhält.

Auf das Nexus S beispielsweise müssten die Kunden derzeit wochenlang warten, so stark sei die Nachfrage. Microsoft-Smartphones würden derzeit nicht so richtig laufen. Auf die Frage, wer denn derzeit Googles Hauptkonkurrent sei, entgegnete Schmidt, er sähe Microsoft natürlich als die größte Bedrohung – aber eher im Suchgeschäft als beim Geschäft mit Mobiltelefonen.

Denn auch wenn sie bei MS Daten stehlen müssten, mit ihren Suchvermarktungen und ihrem Werbemodell seien sie durch Bing dicht an Google dran. MS hätte die Reichweiten und Fähigkeiten, Googles Suchmarketing-Vormacht zwar nicht technisch, aber immerhin rein finanziell anzugreifen.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen