Oracle stellt erste Firewall für Datenbanken vor

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Der Kauf des Spezialisten Secerno trägt erste Früchte, denn der Softwarekonzern entwickelte nun seine erste Datenbank-Firewall, die wertvolle Systeme direkt vor Angriffen und Unterbrechungen schützen soll.

Die »Oracle Database Firewall« mit Secerno-Technologie erlaubt Echtzeit-Monitoring aller Einbruchsversuche, die Abwehr von SQL-Angriffen und verwehrt sämtlich Manipulationen an den Zugriffsrechten. »Die zunehmende Bedrohung des Datenbestandes lässt Unternehmen ständig nach besseren Sicherheitslösungen suchen«, ortet Oracle-Vize Vipin Samar den Bedarf. Daher habe man sich die Datenbank-Schutzmauer als erste Verteidigungslinie ausgedacht, um sowohl externe als auch interne Diebstahlsversuche abwehren zu können.

Die Database-Firewall sei leicht in Stellung zu bringen und zu verwalten. Es entzerre die Komplexität des Datenschutzes und könne sogar die Gesamtkosten drücken. »Das beste ist, Firmen müssen an ihren existierenden Applikationen oder Datenbanken nichts ändern«, verspricht Samar.

Die wesentliche Vorgehensweise dieser ungewöhnlichen Firewall: Sie analysiert quasi die SQL-Grammatik, klassifiziert Millionen von SQL-Statements und schaut nach Abweichungen oder abnormalen Verhaltensweisen. Zusätzlich werden Schwarz- und Weißlisten geführt, um gefährliche von ungefährlichen Adressaten zu differenzieren.
Oracle Database Firewall läuft nicht nur mit den Produkten des eigenen Hauses, sondern auch mit IBM DB2 für Linux, Unix oder Windows sowie mit Sybase und Microsoft SQL Server (2000, 2005, 2008).