Obama-4G-Plan: Freies mobiles Breitbandnetz für alle

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Das Weiße Haus verfolgt den Plan, die 500-MHz-Frequenz freizuräumen für ein 4G-Netz des Volkes. Dafür muss man zunächst aber 28 Milliarden Dollar auftreiben.

Heute kündigte Präsident Obama seinen Plan für das Volksnetz an: Für die nächsten zehn Jahre sollte das 500-MHz-Band für mobiles Internet und WLAN zur Verfügung stehen. Die bisherigen Nutzer der Frequenz, überwiegend TV-Stationen, will er entschädigen, indem er ihnen hilft, die ungenutzten Übertragungsfrequenzen zu versteigern. Dabei sollen geschätzte 27,8 Milliarden Dollar erlöst werden, die teils den TV-Trägern, teils für die 4G-Netzabdeckung und für die Verbesserung von Technik und Sicherheit ausgegeben werden sollen. Etwa 10,7 Milliarden schließlich sollen übrig bleiben, um das öffentliche Safety-Net aufzubauen.

Das Vorhaben ist naturgemäß mit etlichen Fragezeichen versehen. Geben die bisherigen Eigner die Frequenzen für kleines Geld frei? Gibt es genügend Interessenten, um bei einer Versteigerung die erhofften Summen zu erlösen? Stößt man den Providern mit dem freien Volksnetz nicht zu sehr vor den Kopf?
Die Regierung jedenfalls wirft schon mal ihre staatliche 115-MHz-Frequenz in den Auktionstopf und plant, auch noch die 95-MHz-Frequenz dafür freizuschaufeln.