Wyse im Wandel: Cloud und Software sind die Zukunft

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Wyse Technology, Markführer im Bereich Thin Clients, sieht seine Zukunft im Software-Geschäft. Cloud Computing sei nicht mehr aufzuhalten, erklärt Deutschland-Chef Karl Heinz Warum, so dass es eine Lösung bräuchte, um all die unterschiedlichen Geräte zu managen, die auf Cloud-Services zugreifen.

Auf einem Pressetermin in München stellte Wyse Technology nicht nur ein neues Partnerprogramm und mit dem Z90 seinen bisher leistungsfähigsten Thin Client vor. Karl Heinz Warum, Geschäftsführer von Wyse Deutschland und Sales Director Central & Eastern Europe, gab auch einen kleinen Einblick, wo es mit dem Unternehmen in den nächsten Jahren hingehen soll. Wie so viele andere Hardware-Spezialisten will man sich von der Hardware emanzipieren und stärker auf das Thema Software setzen. Durch den allgemeinen Trend zum Cloud Computing rechnet man sich dort gute Chancen aus, braucht es doch eine gute Software, um all die unterschiedlichen Clients zu managen, die auf Cloud-Dienste zugreifen.

Zu diesen Clients zählt man nicht nur die eigenen Thin Clients, sondern auch PCs und Notebooks, Virtual Desktops, Tablets und Smartphones. Für die wolle man eine zentrale Cloud-Konsole für das Geräte-Management entwickeln, skizziert Warum das Ziel. Denn: »Cloud Computing kommt«, so der Deutschland-Chef von Wyse. Schließlich habe die Branche schon zu viel Geld investiert, als dass sich diese Entwicklung noch aufhalten ließe. Die für die Neuausrichtung von Wyse notwendige Expertise müsse man nicht notwendigerweise im Unternehmen aufbauen, erklärte Warum, sondern man sei auch zu Übernahmen bereit.

Karl Heinz Warum, Geschäftsführer Wyse Deutschland und Sales Director Central & Eastern Europe, und Hagen Dommershausen, Marketing Director Central Europe, sprachen in München über die Zukunft des Thin-Client-Spezialisten Wyse.

Einstweilen steht bei Wyse aber noch das Thema Thin Clients im Vordergrund – acht Millionen werden laut Warum derzeit weltweit eingesetzt. Große Chancen rechnet man sich aus, weil im Zuge der Umstellung auf Cloud-Services und Virtual Desktop Infrastructures viele Unternehmen ihre Fat Clients ablösen – bei derzeit rund 400 Millionen PCs weltweit ein enormes Wachstumspotenzial.

Zwar wurde schon oft ein Siegeszug der Thin Clients verkündet, der dann nie stattfand. Doch dieses Mal gehöre den Geräten tatsächlich die Zukunft, ist sich Warum sicher, da dank Virtualisierung und Cloud Computing erstmals die notwendige Infrastruktur da sei. Das zeige bereits ein Blick auf die Zahlen der letzten drei Quartale, in denen Wyse in Zentral- und Osteuropa jeweils seinen Umsatz verdoppeln konnte.

Neuer Thin Client: Wyse Z90

Speziell im Wachstumsbereich virtualisierter Desktop-Umgebungen soll der Wyse Z90 zum Einsatz kommen, der laut Wyse leistungsstärkste Thin Client auf Basis von Windows Embedded Standard 7. Er ist mit einem Dualcore-Prozessor von AMD bestückt und bietet schnelle USB-3.0-Schnittstellen. »Der neue Wyse Z90 ist so schnell, dass er 3D Business-Graphiken um 187 Prozent besser darstellt, als der am ehesten vergleichbare Thin Client der Konkurrenz dies kann«, erklärte Hagen Dommershausen, Marketing Director Central Europe von Wyse, bei der Vorstellung des Gerätes. Besonders stolz war er auf die niedrige Leistungsaufnahme von nicht einmal 15 Watt. So etwas werde für Firmen schließlich immer wichtiger – man hab mittlerweile sogar Kunden, die allein wegen des Energieverbrauchs ihrer PCs auf Thin Clients umstellen würden.