Provider: Keine Sorge, wie haben uns mit IPv4-Adressen eingedeckt

MobileNetzwerke

Wenn es wieder einmal heißt, die IPv4-Adressen gingen zur Neige, liegt das wohl daran, dass sich Provider, die diese noch vermarkten, in großen Mengen eingedeckt haben. Erste Pressemeldungen, man habe große Reserven, bestätigen dies.

Der Provider »mdex« meldet, er habe »große Reserven an IPv4-Adressen« und habe frühzeitig auf knappe Verfügbarkeit eingestellt. Nachdem vergangene Woche die Vergabestelle IANA mitteilte, die IPv4-Adressen seien erschöpft, weisen mdex und andere Provider darauf hin, dass sie für ihre Zwecke rechtzeitig große Mengen registriert hätten.

Der norddeutsche »m2m-Network Provider« erklärt, wieso er sich einen so großen Pool gesichert hat: Der Puffer müsse für zukünftige Projekte mehr als ausreichend groß sein, um mit seinen Diensten mobile Endgeräte, die sich standardmäßig aus dem öffentlichen Netz nicht oder kaum ansprechen lassen, irgendwie doch noch in das Internet einzubinden. Damit übergehe man die Beschränkungen von Standard IPv4 auf 4,3 Milliarden Adressen.

Man betreibe das »mdexpublic.IP-Gateway«, welches das mobile Endgerät mit einer festen öffentlichen IP-Adresse ausgestatte. Das Gerät bzw. der dahinter liegende Server seien somit jederzeit aus dem öffentlichen Netz unter dieser fixen Adresse erreichbar – im Grunde handelt es sich also um eine Spezial-Mobilversion dynamischer IP-Adressen, wie man sie von Konsumenten-Internet-Zugängen her schon kennt.

»Und die für das Gateway notwendigen IP-Adressen werden bei uns noch lange nicht knapp«, meldet Geschäftsführer Oliver Wilps stolz. Auch für Server-Applikationen, VPNs und andere Anwendunen stelle man ausreichend Adressen zur Verfügung, um das Mobilfunknetz mit dem Internet problemlos zu verbinden.

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