IT-Dienstleister Atos Origin will ohne Mails auskommen

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Innerhalb der nächsten drei Jahre will der französische IT-Dienstleister Atos Origin interne Mails abschaffen. Die Mitarbeiter sollen auf Collaboration-Tools und Social Media setzen, statt Mails auszutauschen.

»Das E-Mail-Aufkommen in Unternehmen ist nicht mehr wirtschaftlich zu bewältigen«, erklärte Thierry Breton, CEO und Chairman von Atos Origin, heute auf einer Pressekonferenz. »Wir produzieren inzwischen so viele Daten, dass es unsere Arbeitsumgebung belastet und auch unser Privatleben beeinträchtigt.«

Bei Atos Origin will man daher die Kommunikation und den Informationsaustausch innerhalb des Unternehmens verbessern, damit die Mitarbeiter weniger Zeit mit Mails zubringen. Ziel ist es, dass Mitarbeiter untereinander überhaupt keine Mails mehr austauschen, sondern Collaboration-Tools und Social Media einsetzen.

»E-Mail ist heute sicher nicht mehr der beste Weg, um ein Unternehmen zu führen und Geschäfte zu machen«, meint Breton. Bei Atos Origin fördert man daher bereits seit 2009 die Nutzung von Werkzeugen wie Office Communicator und setzt Community-Plattformen für den Ideenaustausch ein. Damit konnte man das Mail-Aufkommen bereits um zehn bis 20 Prozent reduzieren.

Damit setzt man auf einen Trend, der sich auch im Internet beobachten lässt, wo Social Networks der E-Mail bereits den Rang abgelaufen haben. Unternehmen sollten den Einsatz von Collaboration- und Community-Plattformen intensivieren, so Breton, da diese Informationen im Unternehmen persönlich, unmittelbar und kostengünstig zugänglich machen.

Laut Atos Origin, das derzeit die Siemens-Tochter SIS übernimmt, verbringen Manager mittlerweile allein fünf bis 20 Stunden pro Woche damit, Mails zu schreiben und zu beantworten, 200 Mails erhält ein Mitarbeiter durchschnittlich pro Tag.