Klage: Mitarbeiter von Apple, AMD und Dell bildeten Insider-Trading-Netz

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Wegen Geheimnisverrats, der zu hohen Börsengewinnen von Investoren führte, ermitteln nun die US-Börsenkontrolle SEC und das FBI.

Große Technologiekonzerne hatten ein paar Maulwürfe, die gegen Bares ihr Know-how an Investoren verkaufen. Fünf Männer und eine Frau bei Apple, Dell und AMD sollen ein Netzwerk gegründet haben, das Informationen etwa über Firmenentwicklungen oder neue Geräte ihrer Arbeitgeber regelrecht handelte, behauptet die Klage der SEC.

Schon zuvor hatte das FBI einen Tipp bekommen und in dieser Richtung ermittelt. Die ersten Verdächtigen waren schon im Dezember in New York verhaftet worden, die Ermittler fanden seinerzeit zunächst die Hedgefonds und Investoren, die sich am »Experten-Netzwerk« beteiligten.

Weil sich die Ermittlungen auf Insider größerer IT-Unternehmen zuspitzten, schaltete sich nun auch die SEC ein. Die Börsenaufsicht will genauer wissen, wer die Informationen preisgab und ob die Unternehmensführungen selbst am Börsenbetrug beteiligt waren.

Angeblich hatten die zwei Unternehmensberater James Fleishman und Winifred Jiau die Mitarbeiter der Unternehmen dazu angestiftet, ihre geheimen Informationen weiterzugeben. Mit deren Hilfe sollen Investoren nahezu 6 Millionen US-Dollar Gewinn erwirtschaftet haben. Welche Provisionen an die »Berater« flossen, ist noch nicht ermittelt. Chefermittler Robert Khuzami fordert Geldstrafen und Berufsverbot für die Beteiligten.

Bei AMD sollen interne Bilanzdaten schon im Vorfeld weitergegeben worden sein, bei Apple Verträge mit Dienstleistern über künftige Geräte verkauft, bei Dell neue Vertriebspläne schon vor deren Umsetzung veräußert. Dieses Wissen hatte geholfen, im Aktienhandel schon vor allen anderen zu wissen, was den Kurs nach oben oder unten schieben würde.

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