Japan: Tablets sollen Rentnern und Ausländen helfen

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Seven-Eleven startet einen Lieferservice für Senioren, die ihre Lunchboxes per Bildschirmberührung wählen können. Die Supermarktvereinigung Nippons hilft gleichzeitig Ausländern, die japanische Schrift nicht lesen können, per Pad-Übersetzung der Produkt-Infos.

Die japanische Yomiuri Shimbun berichtet über einen gemeinsamen Service von Telekommunikations-Anbieter NTT Docomo und der japanischen Niederlassung der US-Kleinstmarktkette »Seven Eleven«: Gemeinsam wollen sie älteren Leuten helfen, ihre Mahlzeiten und Lebensmittel zu bestellen.

Der neue Dienst startete heute, Freitag, 04.02.2011, in einer Testphase. Die Infrastruktur hinter dem Lieferservice besteht bereits durch einen Internet- und Telefonbestellservice. Mit den Nutzeroberflächen aus dem Netz kämen viele Ältere nicht mehr klar – schöne Bilder auf den Tablets sollten bei der Produktwahl helfen. Zielgruppe de Dienste seien auch Menschen, die nicht mehr so gut einkaufen könnten und bisher auf Hilfe von außen angewiesen seien, verlautbart der Auftraggeber Urban Renaissance Agency.

Sechs Monate lang soll der Dienst mit 500 Haushalten in sieben Gebäuden in zwei Distrikten der Megastadt Tokyo getestet werden. Die Tablets sollen das Glasfasernetz von NTT East nutzen, es bestehe eine Auswahl von rund 200 Produkten in der Tablet-Oberfläche.

Kurz nach der ersten Story dazu meldete sich die Vereinigung von Japans Kaufhäusern bei den Autoren: Man habe schon eine ähnliche Lösung, hieß es, und habe sogar einen Tag früher losgelegt. Man spreche vor allem Ausländer damit an  seit Donnerstag schon nutze man Tablets in 37 Kaufhäusern in ganz Japan, um Service für Bewohner des Inselstaates zu verbessern, die der japanischen Sprache nicht mächtig seien.

Zu all ihren Produkten könnten die Shops in vier Sprachen zeigen, worum es sich eigentlich drehe. Vereinfachtes Chinesisch aus der Volksrepublik China, traditionelles Chinesisch wie es die Taiwaner schreiben, Koreanisch und Englisch würden angeboten. Hier hätten die Angestellten die Geräte und könnten mit einem angeschlossenen Lesegerät Daten erfassen und live übersetzen lassen.

NTT Docomo stellte zwei Tablets pro Shop bereit. Dieser Test läuft bis 15. Mai, um auf den Ergebnissen aufbauend die Software zu verändern.

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