IANA vergibt letzte IPv4-Adressblöcke

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Die IANA hat die letzten Adressblöcke mit IPv4-Adressen an die fünf regionalen Internet-Registrare vergeben. In den nächsten Monaten werden diese an Provider und Unternehmen verteilt, bis der Pool ausgeschöpft ist.

Bereits am Montag hatte die IANA die letzten beiden frei verfügbaren /8-Blöcke mit jeweils 16 777 216 IPv4-Adressen an das APNIC (Asia-Pacific Network Information Centre), den regionalen Internet-Registrar (RIR) für den asiatisch-pazifischen Raum, vergeben. Die verbleibenden fünf Blöcke, so stand schon lange fest, sollten auf die fünf RIR verteilt werden, damit am Ende jeder noch einmal 16 Millionen Adressen erhält. Gestern wurden diese im Rahmen einer Zeremonie übergeben.

Es sei ein historischer Tag in der Geschichte des Internets, sagte Raúl Echeberría, Chairman der Number Resource Organisation (NRO), in der sich die fünf RIR zusammengeschlossen haben. »Die Zukunft des Internets ist IPv6. Die Einführung von IPv6 ist nun eine Notwendigkeit und keine Option mehr.«

Experten rechnen damit, dass etwa zur Jahresmitte die letzten IPv4-Adressen an Provider und Unternehmen vergeben werden. Als Protokoll wird IPv4 natürlich noch über Jahre hinaus unterstützt, allein der Adressmangel macht eine Einführung von IPv6 notwendig. Während IPv4 nur etwa 4,3 Milliarden Adressen bot, wächst der Adressraum mit IPv6 auf 340 Sextillionen – genug, um nicht mehr mit dynamischen IP-Adressen arbeiten zu müssen und jedem Gerät eine eigene, eindeutig IP zuzuweisen.