Siemens verkauft SIS an Atos Origin

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Der schon im Dezember angekündigte Deal, die Siemens-Tochter SIS an Atos Origin zu verkaufen, ist nun fix. Der französische IT-Dienstleister hat eine verbindliche Übernahmevereinbarung unterzeichnet.

Die Zustimmung der Wettbewerbsbehörden und Atos-Aktionäre vorausgesetzt, soll die Übernahme bis Juli 2011 abgeschlossen sein. Siemens erhält für SIS 12,5 Millionen neue Atos-Aktien im Wert von 414 Millionen Euro und hält dann 15 Prozent des Unternehmens. Dazu kommen 186 Millionen Euro in bar und eine fünfjährige Wandelanleihe mit einem Volumen von 250 Millionen Euro. Im Gegenzug schließt Siemens mit Atos Origin einen Outsourcing-Vertrag für die nächsten sieben Jahre ab, der einen Wert von 5,5 Milliarden Euro hat, und stellt bis zu 250 Millionen Euro für Integrationskosten, Weiterbildungsmaßnahmen sowie Absicherungen und Garantien bereit.

Siemens hatte seinen IT-Dienstleister Siemens IT Solutions & Services (SIS) schon einmal ausgegliedert, dann aber wieder ins Unternehmen zurückgeholt, da man keinen Käufer fand. Ende 2009 machte man dann einen neuen Versuch und senkte die Kosten durch den Abbau von 4200 Stellen. Durch die nun anstehende Integration in Atos Origin sollen weitere 1750 Stellen wegfallen, davon 650 in Deutschland.

Nach der Integration von SIS hätte Atos Origin 78 500 Mitarbeiter und würde einen Jahresumsatz von etwa 8,7 Milliarden Euro erreichen.