Regelverschärfung für Apple AppStore?

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Apple verweigert die Freigabe der Sony-E-Book-App – aber schießt nicht unbedingt Amazons Kindle-App ab. Eine kleine Zusammenfassung der Gründe und unterschiedlichen Veröffentlichungen zumThema.

Es ist bekannt, dass Apple gerne alle Verkäufe über seinen iTunes-Store abwickelt, um mitzukassieren. Anwendungen, die selbst abrechnen, werden theoretisch abgelehnt. Diesmal traf es Sony mit seiner App zum Lesen von eBooks, berichtete die New York Times und löste damit wilde Spekulationen im Web aus.

Sony setzte einen Kommentar zu der Änderung von Apples Umgang mit seinen Regeln auf seine Website und stellte die Android-App für das selbe Thema wieder in den Mittelpunkt.

»Apple ist böse! Boykottiert das iPad! Geschrieben auf meinem iPad« witzelt TechCrunch und meint, der ganze Streit um »offen« oder »geschlossen« interessiere doch eigentlich keinen. Viele meinten, es könne doch auch Amazons Kindle-App treffen. Die sende aber schließlich die Kunden zum Einkauf direkt ins Web statt über iTunes abzurechnen. Nur Sonys E-Book-Reader-App will direkt aus der Anwendung abrechnen – und das hatte wohl den Argwohn von Apples Mitarbeitern ausgelöst.

»Apple wird die Kindle App nicht abschießen«, kommentiert schließlich TechRadar-Autor Gary Marshall. Apple sei zwar nicht perfekt – aber auch nicht dumm. Denn wenn man Amazon ausschließen würde, dann würde sich Apple wirklich als geisteskrank darstellen. Und noch ein weiteres PR-Desaster nach dem iPhone 4-»Antennagate« will sich Apple nicht leisten.

Letztendlich ist aber eines klar: Apple hat den Wert seiner Plattform über die Hardware hinaus erkannt und wird ihn fortan mit Zähnen und Klauen verteidigen.

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