Intel schließt Übernahme von Infineons Mobilfunksparte ab

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Gut fünf Monate, nachdem Intel ankündigte, das Mobilfunkgeschäft von Infineon kaufen zu wollen, ist die Übernahme nun abgeschlossen.

Die frühere Infineon-Sparte Wireless Solutions (WLS) wird als Intel Mobile Communications (IMC) eine selbständige Geschäftseinheit innerhalb der Intel Architecture Group. Sie hat weltweit rund 3500 Mitarbeiter und ihren Hauptsitz in Neubiberg bei München, Vorsitzender der Geschäftsführung wird der bisherige Infineon-Vorstand Prof. Dr. Hermann Eul.

»Ich freue mich, dass wir das Mobilfunkgeschäft in so hervorragender Verfassung an Intel übergeben können und weiß es bei Prof. Dr. Eul in den besten Händen«, sagte Infineons Vorstandsvorsitzender Peter Bauer. »Gemeinsam mit Intel hat das Mobilfunkgeschäft die besten Aussichten, weiter zu wachsen und seine Marktpositionen auszubauen.«

Intel zahlt 1,4 Milliarden Dollar für WLS, das Nokia, Samsung, Research in Motion und Apple zu seinen Kunden zählt, und schafft es so endlich, im Mobilfunkmarkt Fuß zu fassen. Bislang waren diesbezügliche Versuche des Chipriesen nicht von großem Erfolg gekrönt, die Hersteller von Smartphones und Tablets verbauen lieber Prozessoren der Intel-Konkurrenten als die für derartige Geräte gedachten Atom-Prozessoren.

Intels Expertise im Bereich WiFi und Wimax werde nun vereint mit WLS Know-how im Bereich 2G und 3G, hieß Intel. Zudem könne man die LTE-Entwicklung vorantreiben. Er wolle Intel Mobile Communications in eine führende Position bringen, sagte Prof. Dr. Hermann Eul. »Da wir uns in einer Ära mit unterschiedlichen Kommunikationslösungen befinden, werden Produkte und Technologien von IMC unverzichtbar sein, um die Vielzahl von Intel-und ARM-basierten mobilen Geräten miteinander zu verbinden. Wir freuen uns sehr, Teil dieses Wachstums zu sein.«