Google rüstet im App-Geschäft auf

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Google will sich nicht mehr so stark wie bisher auf externe Entwickler verlassen, sondern zunehmend eigene Apps für Android anbieten, um den Druck auf Apple zu erhöhen.

Wie das Wall Street Journal berichtet, ist Google dabei, Software-Entwickler, Interface-Experten, Produktmanager und andere Personen einzustellen, die sich mit Apps auskennen. Zudem hat man intern bereits einigen Angestellten neue Jobs zugewiesen, um die App-Entwicklung voranzutreiben. Bisher hielt sich Google hier weitgehend zurück und überließ es externen Entwicklern, Anwendungen für Android zu schaffen. Bei Google selbst wurden laut WSJ nur rund 20 Apps entwickelt, dazu einige von Google-Mitarbeitern in ihrer Freizeit.

Das soll künftig anders werden, womit Google den Rückstand auf Apple verringern will, in dessen App Store mittlerweile rund 350 000 Programme zu finden sind. Im Android Market sind es nur etwa 200 000. Berücksichtigt man auch, dass sich der für Android zuständige Google-Manager Eric Chu erst kürzlich dahingehend äußerte, dass man beim Suchmaschinenbetreiber nicht glücklich sei über die geringe Zahl kostenpflichtiger Apps, dann darf man die aktuellen Bemühungen durchaus auch als Qualitätsoffensive verstehen.

Schließlich will Google nicht nur seine Position im Markt für Apps sichern, der laut Gartner in diesem Jahr 15 Milliarden Dollar schwer ist und bis 2018 auf 58 Milliarden Dollar anwachsen soll. Vielmehr kann Google durch die Entwicklung hochwertiger Apps auch Android als Plattform stärken, was für Google wiederum bedeutet, mit seinen Services auf vielen mobilen Geräten präsent zu sein – darunter auch die Google-Suche, die nach wie vor der größte Umsatzbringer im Konzern ist.