IDC: Handy-Markt legt um 17,9 Prozent zu

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Die steigende Nachfrage nach Smartphones hat laut IDC im vierten Quartal 2010 für ein kräftiges Wachstum auf dem Handy-Markt gesorgt. Trendsetter Apple verlor allerdings einen Platz – ausgerechnet gegen einen chinesischen Hersteller, der vor allem auf Billig-Handys setzt.

IDC zufolge konnte der weltweite Handy-Markt im vierten Quartal 2010 um 17,9 Prozent zulegen. Die Hersteller verkauften 401,4 Millionen Geräte, womit im gesamten Jahr 1,388 Milliarden Handys abgesetzt werden konnten.

Marktführer Nokia büßte auch im vierten Quartal Marktanteile ein und kommt noch auf 30,8 Prozent, allerdings verliert der finnische Hersteller vor allem bei einfachen Handys. Hier ist vor allem der chinesische Hersteller ZTE stark, der erstmals in den Top 5 auftauchte und Apple den erst im dritten Quartal 2010 eroberten vierten Platz abnahm.

IDC-Analyst Ramon Llamas zufolge ist das aber nicht weiter bemerkenswert, da die Hersteller hinter Nokia, Samsung und LG relativ dicht beieinander liegen. Positionswechsel kämen da häufiger vor; Motorola, Research in Motion und Sony Ericsson seien noch in Schlagdistanz zu Apple und ZTE und hätten Chancen, wieder in die Top 5 vorzustoßen.

Handy-Markt im vierten Quartal 2010 nach Zahlen von IDC

Hersteller Absatz
Q4/2010
Marktanteil Absatz
Q/2009
Veränderung
Nokia 123,7 Mio. 30,8% 126,8 Mio. -2,4%
Samsung 80,7 Mio. 20,1% 68,8 Mio. 17,3%
LG 30,6 Mio. 7,6 33,9 Mio. -9.7%
ZTE 16,8 Mio. 4,2% 9,5 Mio. 76,8%
Apple 16,2 Mio. 4,0% 8,7 Mio. 86,2%
Andere 133,4 Mio. 33,2% 92,8 Mio. 43,8%
Gesamt 401,4 Mio. 100% 340,5 Mio. 17,9%