Rückstellungen für Oracle-Prozess fressen SAPs Gewinn auf

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In den neu berechneten vorläufigen Quartalszahlen von SAP finden sich bereits Rückstellungen für den verlorenen Oracle-Prozess – und die Aussage, man werde sich gegen die »unverhältnismäßige« Strafsumme im Urteil wehren.

»Angst essen Seele auf« heißt es bei zahlreichen Dingen, nachdem Rainer Werner Fassbinders gleichnamiger Film in den 70erJahren den Spruch populär machte. »Oracle fressen Profite auf«, heißt es nun in bestimmt in der SAP-Buchhaltungsabteilung. Für den Prozess hat man im 4. Quartal erst einmal 933 Millionen Euro Rückstellung in die Bilanz geschrieben.

SAPSAP veröffentlichte gestern neu berechnete Zahlen für das vierte Geschäftsquartal 2010. In den neuen vorläufigen Zahlen heißt es, dass zwar die gesamten Umsatzerlöse um 27 Prozent auf 4,06 Milliarden Euro gestiegen waren, davon 1,51 Milliarden durch um 35 Prozent erhöhte Software-Erlöse sowie 3,27 Milliarden  Erlöse für Software-Dienstleistungen und softwarebezogene Services, doch der Gewinn dagegen sei um 36 Prozent auf 437 Millionen Euro zurückgegangen – wegen einer Rückstellung zum verlorenen Oracle-Prozess.

Bill McDermott, Vorstandssprecher der SAP, erklärt, dass SAP eigentlich wieder ein Wachstums-Unternehmen sei. In allen Ländern habe man ein gesundes Wachstum verzeichnet, und auch die Expansion in neue Märkte funktioniere gut. Aber eben nur »eigentlich« – Oracle frisst SAPs Gelder.

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