Intel investiert in Photovoltaik

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Das Berliner Unternehmen Sulfurcell darf sich über eine dicke Geldspritze freuen. Eine Reihe von Investoren stellt 18,8 Millionen Euro für die Dünnschicht-Solarmodule bereit. An der Spitze der Investoren: Intel Capital, die Beteiligungskapitalgesellschaft des Chipriesen.

Die Dünnschicht-Solarmodule des Berliner Unternehmens Sulfurcell sind für Experten offenbar eine vielversprechende Technik. Deshalb haben Investoren unter Führung von Intel Capital jetzt für die Entwicklung der nächsten Generation dieser Module eine Kapitalspritze von 18,8 Millionen Euro zugesagt.

Die CIS-Technologie (Kupfer, Indium, Selenid) gilt laut Sulfurcell als die vielversprechendste neue Technologie in der Photovoltaik. Sie habe das Potential, die Herstellkosten eines Solarmoduls zu halbieren. Die Module könnten in der Gebäudetechnik eingesetzt werden.

Wirkungsgrad auf über 14 Prozent steigern

Sulfurcell produziert schon seit 2005 CIS-Solarmodule. Ende 2010 war es den Entwicklern erstmals gelungen, CIS-Solarmodule vom Typ »CIGSe« (Kupfer-Indium-Gallium-Selenid) herzustellen, die einen Wirkungsgrad von 12,6 Prozent aufweisen. Was für Laien nicht besonders beeindruckend klingt, gilt unter Experten als Spitzenwert. Der Wirkungsgrad soll jetzt mit Hilfe des frischen Kapitals noch weiter verbessert werden. In den nächsten 12 bis 18 Monaten soll er auf über 14 Prozent steigen.

Intel Capital ist eine Beteiligungskapitalgesellschaft der Intel Corporation, die weltweit in »innovative Technologien und Unternehmen« investiert. Dabei konzentriert sich Intel Capital auf Hightech-Firmen aus den Bereichen Hardware-, Software- und Dienstleistung sowie Enterprise und Home Computing, Gesundheit, Internethandel, Halbleiterfabrikation und Umwelttechnologien.

Nach eigenen Angaben hat Intel Capital seit 1991 mehr als 9,7 Milliarden Dollar in ungefähr 1100 Unternehmen aus 48 Ländern investiert.