Cloud Computing: Amazon startet Simple Email Service

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Amazon erweitert seine Web-Services um einen Mail-Dienst, mit dem Firmen auch größere Mengen an Nachrichten verschicken können, ohne dafür eine eigene Infrastruktur aufbauen zu müssen.

Amazon zufolge ist der Simple Email Service vor allem für den Versand von Marketing-Mails und Transaktionsmails, etwa von Online-Shops, gedacht. Abgerechnet wird wie bei den übrigen Amazon Web Services nutzungsbezogen: pro 1000 Mails fallen 10 Cent an, dazu zwischen 8 und 15 Cent pro GByte Transfervolumen, wobei es 1 GByte pro Monate gratis gibt.

Der Mail-Service arbeitet mit den anderen Amazon Web Services zusammen, so dass sich von einer dort gehosteten Anwendung Mails verschicken lassen. Nutzer von Amazon EC2 können bis zu 2000 Mails am Tag kostenlos verschicken, wenn sie den Simple Email Services (SES) aus einer EC2-Instanz oder über AWS Elastic Beanstalk ansprechen. Natürlich lässt sich der Dienst auch unabhängig von den übrigen Cloud-Angeboten Amazons einsetzen, die dafür notwendigen APIs stellt Amazon bereit. Über die lässt sich SES mit SMTP-konformen Nachrichten beliefern, es lassen sich jedoch auch eigene Mail-Header und MIME-Typen spezifizieren. Mit Spam-Filtern und Virenscannern will Amazon den Versand unerwünschter Mails verhindern.

Nach der Anmeldung beim SES kann der Nutzer zunächst in einer Sandbox den Service und die Zusammenarbeit mit seinen Anwendungen testen. Hat er das getan und die Mail-Adresse, die als Absender eingetragen werden soll, verifiziert, kann er bei Amazon den Umzug in die Produktivumgebung beantragen, der dann innerhalb von 24 Stunden erfolgt. Nach dem Versand des Mailings lassen sich Statistiken abrufen, etwa zum Datenvolumen oder zur Zahl der Bounces.