IDC: Europäischer PC-Markt schwächelt

KomponentenMobileNotebookPCTabletWorkspace

Die Nachfrage nach PCs und Notebooks hat sich im vierten Quartal 2010 in der EMEA-Region (Europa, Naher Osten, Afrika) deutlich abgekühlt. Sowohl Firmenkunden als auch Konsumenten üben sich wieder in Kaufzurückhaltung.

Laut IDC wurden im vergangenen Jahr im EMEA-Raum insgesamt 110 Millionen Rechner verkauft und damit 12,8 Prozent mehr als im Krisenjahr 2009. Doch nach einem guten ersten Halbjahr mit Wachstumsraten über 20 Prozent in beiden Quartalen ließ die Nachfrage zum Jahresende hin wieder nach. Im vierten Quartal konnte der PC-Markt nur um 2,4 Prozent zulegen und blieb damit hinter den Erwartungen zurück – die Marktforscher von IDC hatten mit immerhin 4,3 Prozent Wachstum gerechnet.

In Westeuropa sorgte vor allem die schwache Verbrauchernachfrage dafür, dass der PC-Markt sogar um 7,7 Prozent schrumpfte. Selbst Notebooks verzeichneten im Jahresvergleich nur ein geringes Wachstum von 0,5 Prozent, der Netbook-Absatz brach gar um 29 Prozent ein, was vor allem Acer Probleme bereitete. Die Marktforscher führen dies auf das gestiegene Interesse an Tablets zurück, die vielfach als Alternative zum PC und Notebook wahrgenommen werden. Viele Verbraucher spielen mit dem Gedanken, sich eines der Geräte zuzulegen und verzichten daher auf den Kauf anderer Computer-Hardware.

PC-Markt im EMEA-Raum nach Zahlen von IDC

Hersteller Absatz Q4/2009 Absatz Q4/2010 Veränderung Marktanteil Q4/2010
HP 6,127 Mio. 6,622 Mio 8,1% 21,0%
Acer 5,932 Mio 4,782 Mio -19,4% 15,2%
Dell 2,800 Mio 3,132 Mio 11,8% 9,9%
Asus 2,527 Mio 2,833 Mio 12,1% 9,0%
Samsung 1,371 Mio 1,863 Mio 35,8% 5,9%
Andere 12,025 Mio 12,284 Mio 2,2% 39,0%
Gesamt 30,782 Mio 31,515 Mio 100% 2,4%