Systemausfälle kosten deutsche Unternehmen 4,7 Millionen Arbeitsstunden

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Einer Studie von CA zufolge verlieren deutsche Unternehmen jährlich durch Systemausfälle 4,7 Millionen Arbeitsstunden – nicht nur durch die reine Ausfallzeit, sondern auch weil anschließen noch Daten wiederhergestellt werden müssen, bevor die Mitarbeiter weiterarbeiten können.

Ein deutsches Unternehmen büßt nach den Zahlen von CA durchschnittlich 438 Arbeitsstunden ein und ist damit noch gut bedient, denn in anderen europäischen Ländern kommt es laut der Studie zu deutlich mehr Ausfallstunden. Spitzenreiter unter den elf untersuchten Ländern ist Frankreich mit 1082 Ausfallstunden.

Jährlich verlorene Arbeitsstunden pro Land und Unternehmen

Frankreich 1082
Spanien 905
Niederlande 584
Finnland 535
Norwegen 534
UK 502
Dänemark 489
Schweden 472
Deutschland 438
Belgien 300
Italien 223

Während der Ausfälle erreichen die Mitarbeiter CA zufolge nur 61 Prozent ihrer üblichen Produktivität. Zudem können sie nicht sofort weiterarbeiten, wenn alle Systeme wieder laufen, da in der Regel erst noch Daten wiederhergestellt werden müssen. Daher klettert die Produktivität zunächst nur auf 71 Prozent. Das ist CA zufolge vor allem deshalb bedenklich, da die für die Datenwiederherstellung benötigte Zeit oft fast genauso lang ist wie die Unterbrechung selbst.

»Heutzutage ist die Mehrzahl der Arbeitsstellen in Deutschland zu einem gewissen Grad abhängig von der IT. Wenn diese nicht funktioniert, hat dies desaströse Auswirkungen auf die Belegschaftsproduktivität, die sich wiederum negativ auf das Endergebnis niederschlagen«, fasst Andy Brewerton von CA zusammen.

Auf jeden Mitarbeiter kommen im Mittel elf Ausfallstunden. Am stärksten von IT-Ausfällen betroffen sind laut der Studie das operative Geschäft (61 Prozent), der Verkauf (42 Prozent) und der Personalbereich (40 Prozent).2