Cisco Smart Storage NSS 324 im Test

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Das Cisco-NAS bietet bis zu 8 TByte Speicherkapazität und praktische Zusatzfunktionen wie Medien-Server und Webserver nebst installiertem Wordpress. Damit eignet es sich sehr gut für kleine Firmen und Bürogemeinschaften.

Optisch erinnert das Cisco Smart Storage NSS 324 stark an andere von ITespresso.de getestete NAS, insbesondere dem Tandberg DPS2040 sieht es zum Verwechseln ähnlich. Wie dieses bietet das Cisco-NAS vier Einschübe für SATA-Festplatten, die sich jedoch nicht abschließen lassen.

Unser Testgerät wurde von Cisco mit vier Platten von Western Digital à 1 TByte bestückt, die wir als RAID 5 konfigurieren. Dieser RAID-Level bietet Datensicherheit und Performance-Vorteile und dürfte damit auch in der Praxis am häufigsten zum Einsatz kommen. Zusätzlichen Speicher kann man dem NAS mithilfe externer Festplatten verpassen, die sich über fünf USB- und zwei eSATA-Buchsen anschließen lassen, allerdings nur als einfache Laufwerke eingebunden werden und nicht Bestandteil des RAID sind.

Das Smart Storage NSS 324 setzt auf einen Atom-Prozessor mit 1,66 GHz und nimmt sich im Test sehr viel Zeit für den Boot-Vorgang. Sind alle Dienste aktiviert, kann das Hochfahren bis zu fünf Minuten dauern. Immerhin informiert das kleine Display am Gerät, wie weit der Boot-Vorgang bereits fortgeschritten ist. Mehr Informationen erhält man, wenn man Monitor an das NAS anschließt, das zu diesem Zweck einen VGA-Ausgang mitbringt.

Konfiguration

Wird das Cisco Smart Storage NSS 324 zum ersten Mal angeschlossen, erhält es vom DHCP-Server eine freie IP-Adresse. Werden beide Netzwerkschnittstellen genutzt, erhält das NAS zwei Adressen. Diese müssen sich nicht im selben Subnetz befinden.

Cisco Smart Storage NSS 324 Discovery Tool

Erste Konfigurationsschritte lassen sich über ein Tool vornehmen, den vollen Funktionsumfang offenbart anschließend das Web-Interface. Dieses ist fast identisch zum Tandberg-Pendant und gefällt dank großen und leicht verständlichen Symbolen. Das Anlegen des RAID-Verbundes oder der Import von Benutzern und Gruppen ist einfach. Im Notfall helfen die für jeden Menüpunkt vorhandenen Hilfetexte.

Performance

Im Test schreiben wir über die Netzwerkfreigaben von Windows 7 und per FTP verschiedene Dateien auf das Cisco Smart Storage NSS 324 und lesen sie wieder aus. Zudem lassen wir das NAS Performance Toolkit von Intel auf das Gerät los. Das Ergebnis: die Performance ist gut. Über die Netzwerkfreigaben werden Daten mit bis zu 55 MByte/s auf den Speicher geschrieben und mit bis zu 49 MByte/s wieder ausgelesen. Überraschend gering ist die Schreibrate über FTP mit 39 MByte/s, dafür überzeugt die Lesegeschwindigkeit von 71 MByte/s.

Im täglichen Einsatz zeigt sich das Cisco-NAS von seiner besten Seite. Der Lüfter, der die Festplatten und die restliche Hardware kühlt, ist kaum hörbar. Praktische Features wie der Timer, der das NAS automatisch zu bestimmten Zeit ein- und ausschaltet, und der integrierte Webserver nebst WordPress als Content-Management-System sorgen für ein rundum gelungenes Bild.

Im laufenden Betrieb liegt die Leistungsaufnahme des NAS bei 43 Watt, was in Ordnung geht. Allerdings schluckt das NAS im Offline-Betrieb immer noch 13 Watt, was sehr viel ist. Zwar lässt es sich mit dem beiliegenden Stromadapter auch komplett ausschalten, doch dann kann man den Timer nicht nutzen, um das NAS automatisch einzuschalten.

Cisco Smart Storage NSS 324 Adapter

Datensicherheit

Unser Worst-Case-Szenario, den simuliertem Ausfall einer Festplatte, meistert das Smart Storage NSS 324 problemlos. Der Ausfall wird durch lautes Piepsen und Meldungen auf dem Display angezeigt. Auch die Benachrichtigung per Mail und SMS klappt. Wird eine neue Platte eingesteckt, stellt das System automatisch wieder eine RAID 5 her. Das dauert wie gewohnt mehrere Stunden, doch da das NAS während dessen weiter im Netzwerk verfügbar und nutzbar ist, kommt es zu keinen Ausfallzeiten.

Fazit

Das Cisco Smart Storage NSS 324 schlägt sich im Test gut. Es gefallen sowohl die einfache Bedienung, die ausgefeilten Funktionen und die Performance. Der Datendurchsatz liegt mit rund 50 MByte beim Schreiben und rund 60 MByte beim Lesen über dem Durchschnitt. Einziger Wermutstropfen ist der rechte hohe Energieverbrauch, wenn das System heruntergefahren ist.

ITespresso.de-Logo Gut

Smart Storage NSS 324
Hersteller: Cisco
Internet: www.cisco.com
Preis: 1500 Euro

Note: gut
Leistung (40%): gut
Ausstattung (20%): gut
Funktionen (20%): sehr gut
Bedienung (15%): gut
Service (5%): gut

Technische Daten
Abmessungen: 177 x 180 x 235 mm
Gewicht: 3,65 kg

Festplattenkapazität: 4 TByte, max. 8 TByte
Festplatten-Interface: 4 x SATA
Raid-Level: Singel Disk, JBOD, RAID 0/1/5/6/5 + Hot-Spare

Anschlüsse: 2 x Gbit LAN 10/100/1000Mbps, 5 x USB 2.0, 2 x eSATA, 1x VGA

Protokolle: CIFS/SMB, AFP, NFS, FTP, FTPS, HTTP, HTTPS, Telnet, SSH, iSCSI, SNMP, SMTP, SMSC
Zusatzdienste: Syslog-Server, RADIUS-Server, Download-Station, iTunes-Server, Multimedia-Station, WordPress-Plattform

Messwerte
Datendurchsatz LAN: 55 MByte/s (Schreiben), 49 MByte/s (Lesen)
Datendurchsatz FTP: 39 MByte/s (Schreiben), 71 MByte/s (Lesen)

Stromverbrauch
Online: 43 Watt
Offline: 13 Watt (0 Watt mit Adapter)

Einschaltzeit: 360 Sekunden

Cisco Smart Storage NSS 324