Studie: Feinstaub aus Laserdruckern ist nicht schädlich

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Eine neue Studie zu Feinstaubemissionen von Laserdruckern kommt zu einem überraschenden Ergebnis. Die Drucker stoßen kaum Feinstaub aus, sondern nur »verdampfbare Produkte«. In Auftrag gegeben worden war die Studie von 13 Herstellern.

Die Diskussion um gesundheitsschädliche Emissionen von Feinstaub oder Tonerpartikel ist fast so alt wie die Laserdrucker selbst. Der aktuelle Stand der Diskussion war bisher, dass Laserdrucker tatsächlich Feinstaub produzieren. Strittig war nur die Frage, ob und in welchem Ausmaß die Tonerpartikel schädlich für Mensch und Umwelt sind.

Jetzt hat der Branchenverband Bitkom das Ergebnis einer Studie veröffentlicht, die zu einem recht überraschenden Ergebnis kommt. Demnach stoßen Laserdrucksysteme »kaum Feinstaub oder Toner Partikel aus«. Bei den Emissionen der ultrafeinen Partikel (UFP) handele es sich außerdem »nicht um Feststoffe, sondern um verdampfbare Produkte«.

So harmlos wie Kochen oder Backen

Isabel Richter, Umwelt-Expertin beim Bitkom meint hierzu: »Die Studienergebnisse widerlegen irreführende Vergleiche von Partikeln aus Laserdrucksystemen mit nachweislich gesundheitsgefährdenden Partikeln aus dem Straßenverkehr und Zigarettenrauch. Die untersuchten ultrafeinen Partikel hätten »grundlegend andere physikalische und chemische Eigenschaften«. Gesundheitsschädliche Materialien wie Schwermetalle seien im Test »lediglich in vernachlässigbarer Konzentration« gefunden worden. Nicht mehr als etwa bei alltäglichen Tätigkeiten wie Kochen oder Backen entstehen würden.

Test mit 26 Geräten

Vorangegangen war eine zweijähriges Forschungsprojekt des Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Instituts (WKI). Getestet wurden insgesamt 26 Geräte. In dem Projekt haben die Forscher auch ein Verfahren zur Messung von UFP-Emissionen aus Laserdrucksystemen entwickelt. Das Verfahren soll in einen internationalen ISO-Standard einfließen.

Die jetzt in Berlin veröffentlichte Studie wird aber wohl kaum das Ende der Diskussion um die berühmt-berüchtigte »Feinstaub-Gefahr aus Laserdruckern« bedeuten. Dazu genügt allein ein Blick auf die Auftraggeber der Studie. Hierbei handelt es sich nämlich um 13 Originalhersteller von Laserdruckern und Kopierern, die von der Bitkom für dieses Projekt organisiert wurden.

(kleines Bild: Laserdrucker Dell 1130n)