OpenOffice-Abspaltung LibreOffice 3.3 schon im dritten Release Candidate

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LibreOffice 3.3 ist nun ein Stück weiter: Das RC3 steht bereit zum Download, ist aber noch lange nicht fertig. Teile sehen noch zu identisch zu OpenOffice aus, es fehlen noch Importfilter und manches Neue ist noch nicht abwärtskompatibel.

Im Sinne der »Freiheit« hatten sich einige OpenOffice-Programmierer von Sun-Käufer Oracle getrennt. Der gab nicht klein bei und trieb die Spaltung voran – und veröffentlichte schnell ein OpenOffice 3.3-RC, um Kritik an zu langsamer Entwicklung entgegenzutreten. Nachdem später einige Programmierer bei Oracle hinwarfen, schien es, als würde die Abspaltung »The Document Foundation« schneller vorankommen mit der Weiterentwicklung des offenen Office-Paketes als Oracle.

Der erste Release Canddidate von LibreOffice 3.3 wurde Anfang Dezember veröffentlicht, ein zweiter folgte, und nun ist Nummer Drei erhältlich. Kritiker meinen, so einen Software-Zustand hätten sie gerade mal als Betaversion veröffentlicht und nicht als RC, das in der Regel kurz vor der endgültigen Version kommt. Dem könnte man aber entgegnen, dass mancher Softwarehersteller noch unvollständigere Produkte als endgültige Version darstellt und die Document Foundation zumindest klarstellt, dass man das RC nicht in Produktivumgebungen einsetzen sollte.

Dennoch einige Kritikpunkte im Schnellüberblick: Die angeblich vollkommen neu erstellte Benutzerführung ist noch lange nicht ganz fertig; zu vieles erinnert noch an den Vorgänger – was nicht schlecht sein muss – doch an einigen Stellen mag der Benutzer durch die Mischung von alt und Neu durcheinanderkommen. Die Hilfefunktion fehlt zudem noch völlig – offenbar soll sie später als Onlineversion angeboten werden. Die Abwärtskompatiilität bei Dateiformaten und Erweiterungen ist noch zweischneidig: Filter für den Import der alten StarOffice-Binärformate fehlen noch, bei OpenOffice 2.3 installierte Plugins funitionieren nicht mehr immer – insbesondere wenn die neue Datenbank-Engine installiert ist. Spätere Downgrades seien ebenfalls ein Problem, berichten Tester.

Dennoch: Zum Auspobieren ist die Sammlung von offenen Büroprogrammen schon zu empfehlen. Das Produkt steht jetzt in Quell- und Binärcode für Windows, Mac OS X und Linux zum Download bereit.

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