Bald unabhängiger Android-Shop in Amerika

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Um das Feld der digitalen Publikationen nicht allein Apple, Amazon und Google zu überlassen, haben die größten Magazin-Verleger der USA ihre Kräfte gebündelt, um in den nächsten Monaten ihren ganz eigenen Android-Service zu starten.

Die Verleger nennen ihr Gemeinschaftswerk Next Issue Media (NIM). Deren Online-Shop soll unmittelbar vor der Freischaltung stehen, heißt es in US-Medien. Spätestens im Frühjahr gehe es los. Abgesehen von Apps (z.B. Spiele) soll es insbesondere Multimedia-Infos und Online-Medien per Abonnement geben. Damit wollen die Verleger die Kontrolle über ihre digitalen Publikationen zurückgewinnen und wieder selbst Vertrieb und Kosten steuern, statt sich von Drittfirmen Vorschriften machen zu lassen.

Man konzentriere sich zunächst bewusst auf alle möglichen Android-Geräte und werde erst in der Zukunft darüber nachdenken, ob auch Apple-Formate mit aufgenommen werden. Zunächst werde man den Millionen vorhandenen Kunden und Lesern der Verlagstitel anbieten, die NIM-Offerte zusätzlich zu abonnieren. Das mag lahm klingen, dürfte aber doch einiges im Markt bewegen, stecken hinter NIM schließlich die Schwergewichte Time Inc, Condé Nast, Hearst Corp, Meredith Corp und News Corp. Letztere stoppte gerade heute ihre Kooperationsblatt mit Apple (wir berichteten). Ein Schelm, der einen Zusammenhang sieht.