DRAM-Markt 2011 wird fallende Preise erleben

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Die Halbleiterhersteller sehen sich einem kräftigen Nachfragerückgang gegenüber, glauben Branchenanalysten. Das werde die Durchschnittspreise in diesem Jahr spürbar nach unten drücken.

Was die Endabnehmer erfreuen dürfte, könnte für die weltweiten DRAM-Hersteller ein hartes Jahr werden. Die Marktforscher von iSuppli rechnen hoch, dass bis Ende des Jahres nur ein Umsatz von 35,5 Milliarden Dollar erzielt werde. Das wäre ein Minus von 11,8 Prozent gegenüber 2010. Auch in 2012 und 2013 werde sich der Abwärtstrend fortsetzen, glauben die iSuppli-Analysten.

»Das ist jetzt die Katerstimmung nach dem Boomjahr 2010. Der hohe Produktionsausstoß übertrifft nunmal die aktuelle Nachfrage. Fallende Preise sind die natürliche Folge«, fasst Marktbeobachter Mike Howard zusammen. Vor allem Samsung mit seiner Produktionsausweitung und der Absicht, den ganzen Markt zu dominieren, habe für das Überangebot gesorgt.

»Der Verkaufspreis für ein 2-GB-Modul erreicht augenblicklich etwa die Hälfte des Niveaus von vor einem halben Jahr. Der Käufer wird also mehr Speicher in seinem PC erwarten können«, sieht Howard eine pragmatische Lösung für das Überangebot.