Microsoft untersucht seltsames Windows-Phone-Problem

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Etliche Smartphone-Kunden hatten sich beim Konzern gemeldet und über mysteriöse Datentransfers geklagt. Es koste Bandbreite, Gebühren und könnte ein Sicherheitsproblem sein.

Unerwartete und unkontrollierbare Datentransfers beunruhigt manche Kunden, die Windows Phone nutzen. Gemerkt haben sie es durch Leistungsabfall oder anhand ihrer Monatsrechnung. Microsoft beunruhigt die Beschwerden der Kunden ebenfalls. Daher werde man die Vorkomnisse nun offiziell untersuchen und die Windows Phone 7 Plattform auf den Kopf stellen, um eine Erklärung für die unerklärlichen Datenströme zu erhalten.

Gegenüber der BBC bestätigte der Konzern heute, eine ernsthafte Untersuchung gestartet zu haben, um herauszufinden, warum bei manchen Kunden beinahe jede Stunde 2 bis 5 MByte Daten über den Äther geschickt werden.

In den Reklamationen wurden Handyrechnungen vorgelegt. Demnach summiere sich das Phänomen monatlich auf Größenordnungen von um die 1,5 GByte. Das kann bei manchem Provider durchaus teuer werden.

Probleme mit seiner Plattform hatte der Softwarekonzern ohnehin schon selbst bemerkt und jüngst für Februar eine schnelle Nachbesserung angekündigt (wir berichteten).
Mit welchen Funktionen und Updates die Windows-Phone-Nutzer außer dem ersehnten Cut&Paste rechnen dürfen, ist hier nachzulesen.

Ob dieses Update aber schon eine Lösung der Transferprobleme enthalten wird, darf bezweifelt werden. Erst muss die Ursache zweifelsfrei identifiziert werden, dann muss eine Lösung, wahrscheinlich als Firmware-Patch, programmiert werden. Übrigens waren schon andere Plattformen vom gleichen Phänomen betroffen. Vorigen Sommer erlebten iPhone-Besitzer Daten-Uploads auf ihre Geräte.