Gartner: App-Stores sind eine Herausforderung

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Wer den erfolgreichen Beispielen aus der Smartphone-Welt folgen möchte und einen firmeneigenen App-Shop plane, könnte damit sein Geschäftsmodell riskieren, warnt eine Branchenanalyse.

Unternehmen sollten sich der App-Store-Konstruktion nur mit Vorsicht nähern, raten die Experten von Gartner. In ihrer aktuellen Software-Studie warnen sie vor der Verlockung dieser Konstruktion, die eine simplere Software-Distribution und einen größeren Erfolg bei den Kunden verspricht. »So etwas technisch zu realisieren und dann noch zum Laufen zu bringen, ist etwas völlig anderes«, warnt Gartners Vizepräsident Dennis Gaughan im Firmenblog.

Zunächst einmal gäbe es eine unglaubliche Varianz von Plattformen, Betriebssystemen und Telekom-Services, die beachtet werden müsse, wenn man seine (Firmen-) Kunden weltweit mit Apps versorgen wolle. Dann unterscheide sich der B2B-Markt natürlich grundsätzlich vom normalen Konsumentenmodell, etwa in Sachen Sicherheits- und Serviceniveau. Dann stammen die Apps in der Regel aus den unterschiedlichsten Quellen und müssten erst auf ihre Kompatibilität und eine reibungslose Zusammenarbeit getrimmt werden. Das könnte die Entwicklungsbemühungen und -kosten schnell in die Höhe treiben.

Die Studie attestiert dem App-Store-Modell trotzdem gewisse Marktchancen, denn ein solcher Service-Marktplatz für Firmen-Apps könnte sich in mancher Branche als Segen erweisen. »Wir werden in diesem Bereich künftig sicher frische Ideen, Innovationen und interessante Lösungen erleben. Aber nicht jeder Versuch wird zum Erfolg führen«, fasst Gaughan zusammen.