Prozessor mit tausend Kernen

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Einen Chip mit bis zu 1000 Prozessorkernen haben Forscher der Universität Glasgow entwickelt. Der Chip soll bei gleicher Rechenleistung wesentlich weniger Strom benötigen.

Schottische Wissenschaftler von der Universität Glasgow haben einen Prozessor mit sage und schreibe 1000 Prozessorkernen entwickelt. Computer könnten damit nicht nur schneller, sondern auch deutlich energieeffizienter arbeiten. Zum Vergleich: Aktuelle Prozessoren von Intel oder AMD arbeiten derzeit mit bis zu sechs Kernen.

Um so viele Prozessorkerne auf der Grundfläche eines Chips zu erhalten, haben die Forscher einen sogenannten FPGA-Chip (Field Programmable Gate Array) verwendet. Dieser besteht aus Millionen von Transistoren, die nicht nur in der Fertigung, sondern auch von der Anwendung programmiert werden können. So kann die Anwendung die Transistoren in einzelne Gruppen aufteilen, von denen jede eine andere Aufgabe übernimmt und damit als Prozessorkern fungiert.

Die FPGAs sind zwar schwieriger zu programmieren, benötigen aber insgesamt weniger Energie für die gleiche Rechenleistung als ein Standardprozessor, sagt Wim Vanderbauwhede, Leiter des Projekts.
Das Projekt soll im März auf einem internationalen Symposium vorgestellt werden. Bis wann erste Produkte auf der Basis dieser Technik auf den Markt kommen könnten, ist derzeit aber noch völlig unklar.

(kleines Bild: Intel)