NFC und Drumherum: Google greift nach den Finanzsternen

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Dass Google auf NFC setzt, ist schon eine geraume Zeit bekannt. Was Google nun alles unternimmt, um sich bei Shopping und mobilem Bezahlen zu positionieren, nährt Gerüchte, dass sich der Internetkrösus schon bald mit den Kreditkartenfirmen anlegen will.

Mit Hilfe der NFC (Near Cield Communication)-Technologie, die in neuen Android-Versionen integiert sein wird – Google-Chef Eric Schmidt hatte diese Strategie schon bei der ersten Vorführung des Nexus S-Smartphones erwähnt – will Google bereits in diesem Jahr Kreditkartenfirmen das Terrain streitig machen. Dies ziehen die Wirtshaftsredakteure der Businessweek als Schluss aus dem, was Google in diesem Zusammenhang alles unternimmt.

Im Gegensatz zu anderen Unternehmen mit ähnlichen Plänen wolle Google gleich noch Werbung integrieren.

Bisher hatten PayPal und Visa angekündigt, in diesem Jahr NFC-Dienste zu starten, bei denen der Kunde lediglich sein Handy an der Kasse vorbeischwenken muss, um zu bezahlen. Verizon, AT&T und T-Mobile USA wollen in einem Gemeinschaftsprojekt 2012 folgen und Mastercard expeimentiert bereits seit Jahren mit NFC-Systemen.

Google soll vorhaben, in Android-Handys NFC-Chips einbauen zu lassen, die sämtliche finanziellen Transaktionen steuern können. Die aktuelle Version von Android, Gingerbread, bietet bereits eine Reihe von NFC-Funktionen, in Android 3.0 (Honeycomb) werden vermutlich weitere folgen.

In Portland, Oregon, testet Google außerdem bereits unter dem Namen Hotpot ein System, bei dem Händler ihre Schaufenster mit NFC-Folien bekleben können, die entsprechend ausgerüsteten Telefonen dann Informationen wie Öffnungszeiten, Bewertungen und Ähnliches liefern. Da das Unternehmen außerdem unlängst eine Startup-Firma übernommen hat, die sich auf die Kombination von NFC-Bezahlung und Kundenbindungssysteme spezialisiert hat, wird vermutet, dass Google es nicht bei einem reinen Bezahlsystem bewenden lassen wird.