McAfee bringt Sicherheitsreport 2011

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Soziale Netzwerke und Mobilgeräte entwickeln sich zunehmend zum Risiko. Aber auch Angriffe nach dem Vorbild von Wikileaks machen Schule. Das behauptet der »Threat Predictions Reports« von McAfee.

Zum Jahresende präsentieren regelmäßig auch die großen Hersteller von Sicherheitssoftware ihre Prognosen. So auch McAfee mit seinem jährlich erscheinenden »Threat Predictions Reports«. Darin haben die Security-Experten aus dem McAfee-Labor die größten Onlinerisiken beschrieben
Das sind laut McAfee die wichtigsten Trends.

1. Soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook

Die neue Form der »Echtzeit«-Kommunikation schafft eine neue Bedrohungslage. Besonders gefährdet sind hierbei die Kurz-URLs. Laut McAfee werden derzeit pro Minute mehr als 3000 solcher Kurz-URLs erzeugt. Das erleichtert Cybergangstern das Handwerk, da das eigentliche Ziel des Links in den verkürzten URLs nicht zu erkennen ist. So kann der Nutzer leichter auf bösartige Websites geleitet werden.

2. Ortsbezogene Dienste

Ortsbezogene Dienste wie Foursquare, Gowalla und Facebook Places sind für Cyberkriminelle ebenfalls ein möglicher Angriffspunkt. Damit können sie nämlich den Aufenthaltsort von Nutzern ausfindig machen und auch sehen, mit welchem Betriebssystem er arbeitet oder welche Anwendungen er nutzt. Ein idealer Ausgangspunkt für einen personalisierten Angriff. 

3. Mobile Geräte am Arbeitsplatz

Bisher gab es nur wenig Angriffe auf Mobilgeräte. Doch die zunehmende Nutzung von Smartphones oder Netbooks am Arbeitsplatz macht die Geräte auch für Kriminelle interessant. Schließlich haben die Mobilgeräte in der Regel Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk und beherbergen wichtige Unternehmensdaten im Speicher. Die Tatsache, dass Sicherheitsmechanismen wie Verschlüsselung nur zögerlich eingesetzt werden, erhöht das Risiko zusätzlich.

4. Mehr Angriffe auf Apple

Malware für Mac-Rechner wird 2011 immer raffinierter. Auch die Verbreitung von iPhones und iPads erhöht das Risiko von Daten- oder Identitätsdiebstahl.

5. Risiko Internet-TV

Eine laut McAfee »überhastete Vermarktung« neuer Internet-TV-Plattformen und die Beliebtheit dieser Technik bei den Verbrauchern lässt auch eine wachsende Zahl von bösartigen Apps erwarten. Plattformen wie Google TV könnten Cyberkriminelle in Versuchung bringen, persönliche Daten und Profile der Anwender auszulesen. Die Internet-TV-Geräte könnten auf diese Weise sogar in Botnetze eingebunden werden.

6. Politisch motivierte Angriffe

Laut McAfee wird die Zahl der politisch motivierten Angriffe zunehmen. Möglicherweise werden sich regierungskritische Bewegungen Wikileaks zum Vorbild nehmen und versuchen, die Computer von Regierungen anzugreifen oder in deren Systeme einzudringen. Dabei werden sie auch soziale Netzwerke in ihre Angriffe mit einbinden.

7. Cyberspionage

Auch die Regierungen selbst mischen in Zukunft verstärkt mit. Ein neuer Typ von Cyberangriffen wird 2011 von sich reden machen. Dabei handelt es sich um systematische Cyber-Spionage im Auftrag oder mit Unterstützung von Regierungen. Besonders große Unternehmen sollten sich gegen solche Angriffe wappnen.

Der vollständige Bericht ist auf der Website von McAfee nachzulesen.