Stuxnet macht auch 2011 weiter

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Der Trojaner, der iranische Uran-Zentrifugen beschädigte, wird nach Expertenmeinung in diversen Varianten aktiv bleiben. Dabei werden die digitalen Attacken auch 2011 nicht nur PCs und Server, sondern auch andere technische Anlagen ins Visier nehmen.

Etwa 1000 Uran-Zentrifugen hat der Trojaner Stuxnet in Iran zeitweise lahmgelegt oder beschädigt. Stuxnet hatte die Rotationsgeschwindigkeit der iranischen Zentrifugen von 1007 Umdrehungen pro Sekunde auf 1064 Umdrehungen erhöht und diese damit beschädigt. Nach Meinung von Sicherheitsexperten war die Attacke so erfolgreich, dass auch 2011 mit weiteren Angriffen à la Stuxnet zu rechnen sein wird.

Diese werden dabei nicht nur PCs und Server, sondern alle möglichen Arten von technischen Anlagen ins Visier nehmen. Das berichtet das US-Online-Magazin eWEEK.com und beruft sich dabei auf einen Artikel der Jerusalem Post, die wiederum das Washingtoner Institut für »Science and International Security« zitiert. Dessen Experten hatten den Code von Stuxnet analysiert.

In einem Statement gegenüber eWEEK sagt Adam Bosnian, Executive Vice President bei Cyber-Ark, man müsse verstärkt auch an Angriffsziele denken, »die keine Server oder Router« seien. Die Spezialisten von Panda Security vermuten laut eWEEK, das sich die Zahl der Angriffe durch hochspezialisierte Malware »zweifellos erhöhen« wird, aber viele von der Öffentlichkeit gar nicht mehr bemerkt werden. Zukünftige Angriffe könnten beispielsweise Stromnetze oder auch Wahlcomputer treffen, meint Paul Wood von Symantec.