Patentstreit zwischen Microsoft und Motorola erreicht neue Höhen

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Meldungen über Patentklagen zwischen Technologieunternehmen gehören fast schon zum Alltag in der IT-Branche. Der Streit zwischen Microsoft und Motorola erreichte in der Vorweihnachtszeit aber neue Höhen: Die US-Gerichte müssen mittlerweile gegenseitige 35 Patentklagen der Konzerne bearbeiten.

In der neuesten Klagewelle geht es unter anderem und den Xbox 360-Controller Kinect. Angeblich verstößt Microsoft bei der Produktion der Bewegungssteuerung gegen Patente von Motorola. Das Telekommunikationsunternehmen fordert sogar den Verkaufsstop der Spielkonsole, bis der Fall geklärt ist.

Microsoft hält mit einer Klage um sieben Patente dagegen, die die Nutzung von Touchscreen-Geräten betreffen und angeblich durch Motorola verletzt werden. Auch Apple klagt in einem ähnlichen Fall gegen den Konzern.

Der Patentstreit zwischen Motorola und Microsoft  beschäftigt die US-Gerichte bereits seit längerem. Insgesamt stehen derzeit 16 angebliche Patentverstöße durch Motorola und 19 durch Microsoft zur Debatte. So hatte Microsoft Motorola bereits wegen ihrer Meinung nach zu hohen Lizenzforderungen für WLAN- und Codec-Techniken verklagt. Als Reaktion darauf verklagte Motorola Microsoft erstmals wegen konkreten Patentverstößen.

Patentexperte Florian Müller hat die laufenden Klagen zwischen Microsoft und Motorola in einem Online-Dokument zusammengefasst.