Modell-Helikopter mit Kameras wird Hass-Objekt für Verbaucherschützer

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Ministerin Aigner warnt vor den Kamera-Drohnen, die zu Weihnachten vielfach verschenkt wurden. Die Nutzung der neuen Hubschrauber sei in einer rechtlichen Grauzone angesiedelt: Mal eben so den Nachbarn aufzuzeichnen ist an sich verboten.

Fliegende Kameras wie die vom gut verkauften Spielzeug Parrot Airdrone sind für Ministerin Aigner ein Dorn im Auge. Die Modellhelikopter, die mit Kameras ausgestattet sind und die Videos direkt an YouTube streamen können, dürften viel missbraucht werden, fürchtet die Verbraucherschutz-Verantwortliche.

Sie hält einen Kamera-Ausflug zum Nachbarn zumindest für problematisch, erklärte sie. Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar sieht es ebenso – und macht gleich neue juristische Lücken aus.

Datenschutzgesetze enthalten die Bespitzelung als Straftat nur im Verhältnis zwischen Unternehmen oder Behörden zu Bürgern, doch zwischen Nachbarn sei es nicht geregelt. Strafbar ist nur, wenn die Kameras direkt auf den Nachbarn oder seine Wohnungsfenster  gerichtet werden. In diesem Fall greift wohl der Nötigungsparagraph.

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