Google-Suche erkennt gehackte Websites

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Seit Kurzem zeigt die englischsprachige Google-Suche Warnhinweise in ihren Ergebnissen an: »This Website may be compromised« wird angezeigt, wenn Googles Technik vermutet, dass die Seite von Hackern kompromittiert wurde.

Seit Freitag hat sich das Ergebnisbild der amerikanischen Google-Suchergebnisse leicht verändert: Es zeigt Hinweise auf möglicherweise gehackte Websites. Die Meldungen unterhalb der Suchergebnisse werden auf einer Google-Hilfeseite erklärt:

Google warnt auch dann, wenn die Sites keine Malware verbreiten – insbesondere dann kommt eine Warnung, wenn die Suchmaschine glaubt, dass Hacker den Inhalt der Seite verändern können und neue gefährliche Links oder Seiten hinzufügen könnten.

Nur wenn ganz klar ist, dass die Website wirklich Schadsoftware verbreitet – vermutlich erkannt durch Googles Mailfilterservice Postini – , kommt die Meldung »This site may harm your computer«.

Zwar blendet Google schon seit 2006 Warnhinweise ein, wenn bekannte Schadsoftware-Seiten auftauchen, doch ein Klick führte nur auf eine Warnseite. Nun hat die Suchmaschine ihren Warn-Service wesentlich erweitert, um die Nutzer vor Phishing und Spam besser zu schützen: Google nimmt jetzt auch gleich Kontakt zu den Webmastern hinter den kompromittierten Seiten auf, heißt es im Webmaster Central Blog des Internet-Riesen.

Da die Betreiber besorgt sein könnten, dass die Hinweise den Traffic auf ihre Sites stören, würde die Warnung natürlich dann entfernt, sobald das Problem behoben sei. So will Google Druck auf die Website-Verantwortlichen machen, sich mehr um die Sicherheit zu kümmern. Betreiber, denen das Prozedere der Freigabe zu langsam sei, könnten ja auch eine Prüfung durch Google beantragen, um zu erfahren, was das Problem denn wirklich ist – und so die Behebung und anschließende Freigabe beschleunigen.

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